Rolf Iven trainiert Kreativitt, Kommunikation und Konfliktlsung
erdeneu.jpg
Termine Kontakt Home

Autorenarchiv

Schon mal ein Pulverfass ausgebrütet?

So ein ausgewachsener Konflikt ist schon etwas feines. Finden Sie nicht? Doch, ich schon. Wir haben viel zu wenig davon. Wenn es so richtig knirscht oder gar kracht, ist jedem klar, dass es etwas zu klären gibt. Das ist einer der Vorteile.

Ob es dann auch (bitte konsensorientiert) geklärt wird, ist natürlich eine andere Frage. Da gehört mitunter noch manches Öl ins Feuer, damit ein Konflikt nicht auskühlt. Bei Hühnereiern ist das so: Wenn man lange genug darauf sitzen bleibt, damit sie schön warm bleiben, kommt etwas lebendiges raus. Bei Konflikten ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass das Aussitzen etwas lebendiges hervorbringt; genau wie bei Loorbeeren, auf denen mancher Zeitgenosse genüsslich herumbrütet. Da hilft es auch nichts, wenn man eine ausgetüftelte Nachfolgeregelung erfindet, wer nach dem Ableben des Loorbeer-Erwerbers eben jene weiter besitzt.

Aber ich schweife ab. Das Gegenteil von Konflikt ist? – Nein, eben nicht!

Keinen Konflikt zu haben, in dem es vielleicht schon gut hör- und sichtbar knirscht oder gar kracht, bedeutet nicht die Abwesenheit von Konfliktpotenzial. Das ist das Gemeine daran. Man sitzt manchmal eben auf einem Pulverfass, ohne es zu ahnen. Ob wissentlich oder nicht, auch Pulverfässer lassen sich nicht ausbrüten, auch wenn sie ein mitunter sehr reges Innenleben haben, was sie von Loorbeerkränzen unterscheidet.

Und nun zur Sache:
Für all jene unter Ihnen, liebe Leser, die sich immer wieder von Pulverfässern überrascht sehen, hier nun der neuerlich Hinweis, peinlich auf den Zustand der Lunte zu achten! Zeigt sich die Lunte hell gelb leuchtend, vielleicht auch dampfend und zischend, ist Gefahr in Verzug. Merken Sie sich das! In diesem Zustand des langsamen Dahinscheidens kennt diese nur noch ein Ziel, nämlich ihren Zwech zu erfüllen und so ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und damit wird sie nicht bis zum nächsten Meeting, TOP Sonstiges, warten! Das tun nur Pulverfässer, deren Inhalt schon etwas nass geworden ist.

Und noch eins: Versuchen Sie nicht, die Lunte auszuquatschen, indem Sie versuchen zu relativieren oder sie zu einer Pause animieren suchen. Glauben Sie mir, die Lunte nimmt ihre Bestimmung sehr ernst. Sie können natürlich jetzt zusehen, wie das Flämmchen unter Ihrem Allerwertesten verschwindet und hoffen, dass der Knall nicht zu groß wird. Manche Menschen haben ja direkt Spass an dieser Angsterfahrung. Aber etwas Lebendiges kommt dabei, wie gesagt, nicht vor. Das haben explodierende Pulverfässer so an sich. Anderenfalls machen Sie sich jetzt ganz rasch auf und holen einen großen Eimer Wasser! Könnte sein, dass Sie dabei merken, dass Ihre Beine eingeschlafen sind. Aber dazu später.

Sofern Sie ein sanftes Interesse daran spüren, vielleicht doch dem nächsten Knall zu entgehen, und Ihnen das mit dem Eimer Wasser zu lästig ist, hier ein paar Hinweise auf mögliche Indikatoren. Gehen wir zu dem Beispiel mit der Henne und dem Ei zurück. Wann wird das Küken schlüpfen? Wenn die Henne es ausgebrütet hat. Was muss die Henne dafür tun? NIX! Einfach da sitzen und warten. Höchstens mal einwenig picken gehen, aber dann schnell zum Gelege zurück. Was heißt das für uns? Je länger wir schon regungslos irgendwo sitzen, desto höher die Knall-Wahrscheinlichkeit.

Donnerstag, 3. April 2014 11:01 | Kommentare (0) | Tags: | Autor:

Guinness World Records Italy – Neuer Rekord: 22,4 Meter!

Geschafft! Der neue Rekord “Längste barfuss auf heißen Herdplatten zurück gelegte Strecke” liegt jetzt bei 22,4 Metern! Damit habe ich meine Marke von 2006 um 3,30 Metern überboten. Sato, der Nussknacker aus Spanien Hier im Bild mit dem Rekordhalter aus Spanien, Sato, der in der Hocke zwischen seinem Popo und dem Boden die meisten Nüsse in einer Minute geknackt hat.

Aaron aus Canada und Rick aus London Hier bin ich mit Aaron aus Canada zu sehen (links). Er hat die meisten Löffel im Gesicht kleben gehabt: Einfach einen normalen Suppenlöffel nehmen, anhauchen und ins Gesicht hängen. Das Ganze 18 mal wiederholen. Rick (rechts) aus London ist mit den Power-Stilts die weiteste Strecke über ein Auto mit Salto gesprungen, ohne zu stürzen. Mit Stürzen gilt nicht.Logo Show dei Record
Zeit, Bilanz zu ziehen! Unter anderem wurden folgende Rekorde angegangen (genaue Angaben werden noch ergänzt):
Längster Gang über heiße Herdplatten: 22,4 Meter, aufgestellt
Frau mit den längsten Haaren der Welt: > 5 Meter, aufgestellt
Frau mit den längsten Rasta-Locken der Welt: > 2 Meter, aufgestellt
Meisten Löffel im Gesicht: >17, aufgestellt
Upsidedown Pole-Position am längsten gehalten: >53 Sekunden, aufgestellt
Längster Handstand ohne Hände, sondern mit dem Gebiss festgehalten: >50 Sekunden, aufgestellt
Meisten Eskimorollen im Einerkajak in einer Minute: 33, aufgestellt.
Weitester Sprung mit Salto über ein Auto mit Power-Stilts: aufgestellt
300kg-Hantel auf dem Rücken am schnellsten 20 Meter weit getragen: aufgestellt
Seilspringen mit 3 Menschen auf dem Rücken: >8 Sprünge, aufgestellt

Leider habe ich noch nicht alle Namen und Daten, das war während der Show unmöglich zu behalten. Ich trage das nach. Hier ein paar Links zu Mitwirkenden:
Henry Epstein: www.henryepstein.com
Franz Müllner: www.franz-mueller.at
Brian Jackso @ GWR
James Hunter: www.circusbizarre.com.au
John Simkins Guinness-Rekord auf youtube
(Bitte dran denken: Ich bin nicht für Inhalte, deren Korrektheit und Vollständigkeit oder durch Inhalte fremder verlinkter Seiten verursachte Schäden verantwortlich!)

Sonntag, 19. April 2009 15:26 | Kommentare (2) | Tags: , , , , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness Record Italy – Tag 6: Der Show-Down

Heute ist es so weit. Klamotten einpacken, zum Studio fahren. Noch ein paar Testläufe auf den kalten Platten – mehr gibt es nicht.

Jeder von uns hat sein eigenes Zimmerchen, welches er sich mit weiteren Rekordlern/innen teilt. Nix Privatsphäre, überall ist Hektik, Lautstärke und Aktion. Kein Platz zum Entspannen. Ich verdrücke mich erst mal in die Maske, wo mich eine Friseurin in die Mangel nimmt. Sie schaut mich etwas fragend an und ruft Michele, den Chef von datt janze. Michele ist klein, deutlich untersetzt und schwul bis zur Halskrause. Seine Handbewegungen sind eine Show für sich. Ich kann zwar kein Italienisch, aber den Akzent versteht man rund um die Welt. Etwas verrücktes, Feuer, verstehe ich raus, und er deutet mit fuchtelnden Bewegungen eine Explosion an. Die Friseurin weiss, was zu tun ist: Sie rupft an meinen Haaren, fönt, was das Zeug hält, etwas Gel und Spray, und – zack! – sehe ich aus wie Bill von Tokio Hotel, bloß viel grauer. “Explosion in der Bettfedernfabrik” taufe ich das Kunstwerk und setze mich rüber zu Michele. Jetzt wird es intim.

Michele tupft mich erst mal tüchtig mit einem Abdeckstift ab. Mein Gott, bin ich wirklich schon so fleckig? Anschließend Make-Drupp, Puder, fertig. Dann fingert er eine Weile an meinen Augenbrauen rum, tupft noch mal meine Augenränder ab, und hopp, ab in die Umkleide.

Ich gehe zurück in meine Umkleide. Auf dem Gang geht es zu wie in einem Kuriositäten-Kabinett. Alle Rekordler sind jetzt in Kostümen unterwegs, Stripperinnen, gepiercte Henker im Lederrock und gigantischen Ringen in den 5cm lang gezogenen Brustwarzen, Leute auf Power-Stilts, die rum hopsen wie gedopte Gazzellen. Zwischndrin muss Ping Ping aus China, der kleinste Mann der Welt, aufpassen, dass er nicht platt getreten wird (im Bild mit Aaron (9 Jahre) aus Canada (Meiste Löffen im Gesicht halten ohne Hilfsmittel)). Pin Ping: Kleinster Mensch der Welt

Plötzlich stehen ca. 360 kg lebendes Fleisch vor mir. Aufgeteilt gibt das gerade mal 2 Strong Men, beide aus Litauen, und, egal wie oft ich frage, ich verstehe ihre Namen nicht, keiner spricht englisch. Naja, lieber schnell weg hier, bevor die irgendwie sauer werden. Ich gehe noch mal hinter die Kulisse, wo ich auf Milla und Ihren Trainer treffe. Wer Fan von Martial-Arts ist, muss sich sofort unsterblich in diese Frau verlieben. Milla und Trainer Hinter diesem harmlosen Grinsen steckt eine unglaubliche Beweglichkeit, Kraft, jahrelanges Training und ein riesen Gebrüll. Lieber schnell weg hier, Kopflosigkeit kann ich heute nicht brauchen.

Etwas weiter ist das Studio. Mein Sportgerät steht schon bereit. Studioaufbau Die letzten Schönheitskorrekturen werden vorgenommen, der aktuelle Rekord markiert. So hört sich das an, wenn im Studio noch nichts los ist: studio.mp3 (2,5 MB). Ich habe keine Bearbeitungssoftware für Soundfiles, Ihr müsst ggf. lauter stellen, um gut hören zu können. Mit meinen Herden bin ich immer als Erster dran, da es einfach zu lange dauert, bis die Anlage steht und temperiert ist, um sie zwischendrin während der Sendung aufzubauen. Der Vorteil: Ich hab’s als Erster hinter mir und stehe als Erster am Buffet.

Ich gehe zurück in meine Umkleide. Tick tick tick tick tick – gegenüber übt Henry Epstein noch etwas für seinen Rekord, in dem er einen Golfball auf einem Golfschläger auf und ab springen lässt. Tock tock tock – das ist Nele auf ihre High-Heels, 1-Meter-80-Pole-Dancing-Göttin aus Hamburg mit ihrem Gefolge. Nele mit Gefolge

Ich setze mich noch etwas hin und schaue mir meine Blasen an den Füßen an. Nebenan strömen die Zuschauer vorbei in das Studio. Regie-Anweisungen knallen durch die Lautsprecheranlage, ein paar Jungs schauen sich auf youtube Videos an.

Das scheint heute sowieso die erste Frage zu sein, wenn Leute aus dem Flieger steigen. “Hab ich hier ‘n Netz?” War man in den 90ern ergriffen von der Technik, wenn man in Österreich mit dem eigenen Mobiltelefon telefonieren konnte, bricht heute genervte Langeweile aus, wenn man kein Internet-Access mit dem Minilaptop hat.

Essen mag ich jetzt nichts. Ich setze an, um einen Schluck Wasser zu trinken, als Max, mein Guardian, rein platzt: “Are you ready?! Come on!! We have to go!! Come on!!” Immer das Selbe – warten, warten, warten, und dann geht’s nicht schnell genug.

Es ist so weit. Wünscht mir Glück!!

Samstag, 18. April 2009 10:00 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness Records Italy – Tag 5: heiße Phase beginnt! Nr. 2

Endlich bin ich wieder “heiß” gelaufen. Das war auch eine Begegnung mit mir selbst. Alte Bilder von 2006, Gedankenfetzen, alte Gefühle und alte “Bekannte” tauchen auf – Rolf2009 meets Rolf2006. Und doch ist einiges anders. Zwar bin ich erfahrener und auch cooler geworden, aber die ersten Schritte auf den Platten haben schon sehr geschmerzt. Meine Haut und meine Füße haben sich noch nicht an diese Menge an Hitze gewöhnt – und viel Zeit bleibt nicht mehr. Wenn ich über die Herde schaue, und hinten in der flimmernden Luft die aktuelle Marke bei 19 Metern erahne, denke ich:”WOW! So weit bist Du damals gekommen!”

Große Besprechung an den Herdplatten Die Platten sind kleiner, mein Fuß passt kaum drauf. Meine Ferse knallt mit jedem Schritt auf die Kante der Platte, und mein Mittelfuß landet auf der heißesten Stelle, genau in ihrer Mitte. So fällt es schwerer, in den Rhytmus zu kommen und Speed aufzunehmen. Alles, was ich am Anfang zu langsam bin, fehlt hinten. Ich muss mein Skript, meine Strategie ändern. Während 2006 Tiefenentspannung half, setze ich diesesmal auf hohen Puls, Energie. Abgehen wie ein Formeleinswagen, Konzentration halten. Ab Schritt 10, bei etwa 13 Metern, kommt der Schmerz, ist nicht mehr aufzuhalten. Als würde man auf Rasierklingen laufen, die sich senkrecht in den Fuß schneiden. Jetzt muss ich meine ganze Energie in die Schritte packen, zählen und Zähne zusammen beißen, ja nicht dem Reflex nachgeben und zur Seite springen. Die kühle Erlösung wäre nur wenige Zentimeter entfernt.

Mit Katharina gehe ich noch mal alles durch. Setze ich den rechten Fuß genau auf die Aussenkante, stimmt der Rhytmus, wäre es doch besser, die Fußstellung zu wechseln und den vorderen Fuß mehr zu belasten, doch da sind die Schmerzen eh am größten und die Haut am empfindlichsten. Nach einer Stunde auf den jetzt nur noch 70 Grad warmen Platten habe ich mir Blasen gelaufen. Die müssen heute abend vorsichtig geöffnet werden. Mit technischem Alkohol, den Katharina besorgt hat, werden wir die Haut trocknen. Kaum eine Stelle unter meinen Füßen, die nicht entweder rot von der Hitze oder blau von den Zusammenstößen mit den Plattenkanten ist. Wieviel Arbeit es kosten kann, bis etwas leicht aussieht.

Umgeben von tollen und aussergewöhnlichen Menschen spornen mich die aufgerissenen Augen der Fakire und Kampfkünstler besonders an: “Shit! That’s really hot!!” und ein anerkennendes Kopfnicken. Doch nie käme ich auf die Idee, mit dem Schienenbein Baseballschläger zu zertrümmern oder mir Nägel und Schrauben tief in die Nase zu schlagen. Aber offensichtlich, mit jahrelangem Training, Fachwissen und der richtigen Einstellung – KEIN PROBLEM!

Freitag, 17. April 2009 17:25 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness Records Italy – Tag 5: heiße Phase beginnt!

Nach den gestrigen Kalttrainings werde ich heute das erste Mal auf heißen Platten laufen. Die Platten sind kleiner als 2006 in Köln, und ich muß eine neue Schrittweite und -folge trainieren. Cloe aus LondonAnders als 2006 werden die Platten auch nicht kontinuierlich beheizt, sondern in kurzer Zeit auf Temperatur gebracht, und dann abgeschaltet. Das macht in sofern einen Unterschied, als dass ich nicht beliebig warten kann. Sinkt die Temperatur zu starkt, ist der Rekord ungültig.

Unterdessen treffen immer mehr Rekordler aus aller Welt ein. Zum Beisplie Cloe aus London, die den Rekord im Kicking angreifen wird: Im Kill-Bill-Dress muss sie in einer Minute so oft wie Möglich gegen einen Ball in 2 Metern Höhe treten.

Henry (s.o.) ist proffessioneller Golfspieler aus Australien und wird mit einem Golfschläger (nicht mit der Hand) einem Golfball einen Spin geben und ihn anschließend auf dem Schläger so lange balancieren, wie der Ball sich dreht. Henry Dreht sich der Ball länger als 50 Sekunden, hat er einen neuen Rekord aufgestellt.

Rope Master Der Rope-Master wird mit 3 Mädels auf Arm und Schultern so viele Seilsprünge wie möglich in der Minute ausführen. Diesen Rekord gibt es noch nicht. Der 2-Meter-Riese hat ein ebenso großes Grinsen im Gesicht, sobald er Seilchen springen darf..

Was Dani “Milano” macht, seht Ihr euch am besten selber an – ist wirklich Wahnsinn:
[youtube JavsWZ-lRuM nolink]

Dani wird einen neuen Rekord im Weitspringen aufstellen. Hier die fünf von der Tankstelle: Gruppenfoto Der nette junge Mann ganz rechts im Bild, Björn, tritt im wahrsten Wortsinn an: Er ist amtierender Rekordler im Baseball-Schläger mit dem Schienenbein (!) durchtreten. Björn hat sich beim Fußballspielen das Kreuzband gerissen. Ich sag ja: Sport ist gefährlich!
Die anderen Jungs werden antreten, um im Einerkajak den Rekord “Meiste Eskimorollen ohne Paddel in der Minute” zu brechen.

Freitag, 17. April 2009 9:49 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness Records Italy – Tag 5: Größter Hase der Welt gestorben!

Größter Hase der WeltUnbestätigten Meldungen nach ist diese Nacht der größte Hase der Welt gestorben. Gestern hab ich seine Ankunft im Hotel noch gesehen. Ein wirklich riesiger Hase, größer als unser Hund Moppi.

Das Tier war über 70cm lang und wor knapp unter 10kg.

Freitag, 17. April 2009 9:42 | Kommentare (1) | Tags: , , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness Records Italy – Tag 4: Die Ruhe vor dem Sturm

Laufend kommen im Hotel neue Guinness-Rekordler an. Kameramänner laufen schnatternd den Regisseurinnen hinterher und zerren einen Rekordler nach dem anderen vor die Kamera. Eigentlich war geplant, heute im Studio die ersten Testläufe fortzusetzen. Auch eine Freigabe für mein Outfit habe ich noch nicht. Mann mit der dehnbarsten Haut der Welt Aber die betriebsame Hektik vermittelt mir den Eindruck, dass daraus nicht viel wird. Also hängen wir ein wenig in der Lobby ‘rum und amüsieren uns an den ganzen Wahnsinnigen, die hier nach und nach aufschlagen.

Brian hat mir ein Dreambag geschenkt. Er bastelt kleine Taschen aus Leder und erklärt mir, dass die Cherokee-Indianer diese um den Hals tragen und sie mit Kräutern oder kleinen Fetischen füllen. Rebecca zeigt uns ihre Schnitte, die sie sich beim Probelauf zugezogen hat.

Rebeccas Cut

Rebeccas Cut

Das kommt davon, wenn der Assistent die Melonen nicht schnell und sicher genug auf ihrem Bauch platziert, erklärt sie uns. James diskutiert mit Katharina die Festigkeit verschiedener Baumaterialien, die er sich auf dem Kopf mit einer 5Kg-Axt von Rebecca zerschlagen lässt.


Roland hat wohl vergangene Nacht etwas zu viel in Glas geschaut und ist noch mit dem wach werden beschäftigt. Er wird am Samstag den Rekord im „Auto übers Dach rollen“ angreifen. Ansonsten macht er alles, was man so als Strong Man so macht: Bäume fällen, Gewichte schleppen, Truck-Reifen stemmen, Laster und Züge ziehen und Frauen auf den Arm nehmen.

Wir werden heute noch mit dem “Trockentraining” beginnen. Diejenigen unter Euch/Ihnen, die schon einmal bei unseren Feuerläufen dabei waren, wissen Bescheid: Gefühl der Minute danach, Farbe, Kraftwort, Visualisierungen … Von James habe ich noch einen Tip bekommen: Mit Alkohol könne man sehr gut die Haut austrocknen. Wir werden das testen.

Donnerstag, 16. April 2009 12:20 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , | Autor:

Guinness Records Italy – Tag 3: Drop off des Herausforderers

Christian, mein Herausforderer, hat das Handtuch geschmissen und ist nach dem Frühstück abgereist. Hat wohl kalte Füße bekommen !-)) 25 Meter lang ist unser Sportgerät, von denen mindestens 20 Meter zu überwinden sind, um einen neuen Rekord aufzustellen. Wenn man davor steht, sehen 25 Meter bei über 100 Grad Celsius endlos lang aus. Tatsächlich reicht die Strecke einmal quer durch das Studio. Einen neuen Herausforderer gibt es derzeit nicht. Wenn man nicht alles selber macht …

Unterdessen sind neue Athleten und Sehenswürdigkeiten angekommen. Hier (s.u.) der größte Mann und der kleinste Mann der Welt bei einer Zigarettenpause:

größter und kleinster Mann der Welt

größter und kleinster Mann der Welt

Besuch in Mailand
Für alle, die den Mailänder Dom nicht kennen, so sieht er aus:
Mailänder Dom
Wirklich ein beeindruckendes Bauwerk, auch für einen verwöhnten Regensburger. Viel faszinierender fand ich die Stufe, die man vor einem Geldautomaten gebaut hat, um kleineren Kunden den Zugang zu Bargeldautomaten zu ermöglichen:
Geldautomat in Mailand
Hätte ich gesagt, Italiener sind klein, wäre ich wohl geschimpft worden. Deshalb hab ich es auch nicht gesagt ;-))

Sehr beeindrucken auch das Castello, eine riesige, sehr gut erhaltene Burg, verry impresive. Etwas nervend sind die überall aufdringlichen Freundschaftsband-Verkäufer. „No pay, its for free!“ heißt es, und, schwupp, hat man so ein Ding am Bein bzw. Arm. Natürlich heißt es dann „Some Money for a cup of coffee!“. Auch wenn man schon eins dran hat, versucht der nächste einem das Zweite zu verkaufen.

Eines der Hauptfortbewegungsmittel sind Roller, in allen Ausführungen und Farben. Hier eine Strassenszene aus der Bankenstrasse, der Via Manzoni in der Nähe des Piazza della Scala. Roller in MailandIch kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass schon viele Banker in der Krise auf kleinere Modelle umgestiegen sind.

Mittwoch, 15. April 2009 11:26 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness Record Italy – 2. Tag: No business like showbusiness

Heute (Dienstag) wurden mit allen Rekordlern die Trailer für die Show aufgenommen, die jeweils zur Vorstellung der Rekordler kurz vor dem Auftritt eingespielt werden. Das geht so: Du bekommst Bescheid, Dich an der Rezeption einzufinden, wo ein Kameramann und ein Assistent auf dich warten. Keiner hat einen Plan oder Konzept, aber alles muss schnell gehen, darf höchstens eine Stunde dauern. Heißt es. Nach 3 Stunden sind die Aufnahmen im Kasten, und du hast wie ein Geistesgestörter vor laufender Kamera mit deinen Füßen gesprochen, bei einer Fußmassage gestöhnt wie in einem P.., äh, Heimatfilm, und natürlich eine Bettszene hinter dich gebracht. Kurz, wir hatten richtig Spaß bei der Sache.

Bei den Aufnahmen bin ich das erste Mal auf meinen Herausforderer getroffen. Christian ist ebenfalls Feuerläufer und ist auch schon über Glasscherben gelaufen. In Rocky-Manier sollen wir uns in die Augen schauen wie zwei Löwen kurz vor dem Zerfleischen, rrrrh!

Nach und nach treffen weitere Rekordler ein, hier ein Bild mit Rebecca Ferencz und James Hunter von der „Australia’s Premier Freak Show“ und Brian Jackson, einem „Behavios Health Specialist“ aus Oklahoma, USA.


Brian wird einen neuen Rekord versuchen: 3 Gummi-Wärmflaschen nacheinander aufblasen und zerplatzten lassen in der kürzesten Zeit. Das heißt, er wird nacheinander 3 Wärmflaschen so lange aufblasen und so zum platzen bringen, so schnell, wie er kann. Bei den Proben hat er uns das mal an ein paar Flaschen gezeigt. Gibt einen wunderschönen fluffigen Knall, wenn die platzen. Wie das mit einer Flasche aussieht, seht Ihr hier:

Rebecca und James haben eine Kiste mit Schwertern dabei. Rebecca wird sich auf den Boden legen, mit einer Melone auf ihren Bauch. James wird die Melone mit einem wirklich unglaublich scharfen Schwert in einem Hieb in zwei Hälften zerschlagen – so viele Melonen wie es eben gerade geht in einer Minute. Wenn er Rebecca auch zerschnippelt, gilt der Rekord nicht.

Am Nachmittag sind wir ins TV-Studio gefahren. Was wir dort wie lange tun sollten, wusste niemand, keiner hatte einen Plan, außer das Navigationsgerät des Fahrers. So ist das im Fernsehen, erst mal anfangen, dann sehen wir schon weiter. Das Bühnenbild stand schon mal, wenigstens etwas. Wenn man das von Außen betrachtet, kann man sich kaum vorstellen, dass hier in 2 Wochen 3 Sendungen mit über 50 Rekorden abgespult werden sollen. Aber es klappt!

Brian hat uns die Zeit mit Luftballons und Spielen vertrieben. Er hat das wirklich ganz toll gemacht. Alle Mädels haben eine Ballonblume oder ein Herz bekommen.


Abends waren wir fertig, mit der Stell- und Lichtprobe und mit den Nerven. „Hurry up and wait!“: Warten kann wirklich anstrengend sein. Aber morgen haben wir FREIII!! Da werden wir nach Mailand fahren.

Mittwoch, 15. April 2009 11:21 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , , , | Autor:

Guinness-Rekord Italy – 1. Tag: Die Anreise

Heute sind wir nach Mailand geflogen – bald ist es so weit. Beim Fliegen finde ich besonders spannend, was man als Essen kredenzt bekommt. Da unser Flug nur 50 Minuten dauerte, ist die Mahlzeit vergleichsweise witzig ausgefallen:Brunch-Paket im Flugzeug

Wasser in einem Joghurtbecher verpackt, Marzipangebäck, eine Scheibe Schinken und Knäckebrot. Ein Opfer, das erbracht werden musste. Aber ein Genuss war der Blick aus dem Flugzeug. So sah heute die Freiheit über den Wolken aus:
Flugzeugfenster
Passiert ist sonst nicht viel. Wir haben eingecheckt und Koffer ausgepackt, ich habe ein erstes Gespräch mit Mar, meiner zuständigen Redakteurin gehabt und eigentlich noch Urlaub hat, wir haben Eis gegessen und uns die Trailer der Show im Fernseher angeschaut.

Morgen habe ich ein erstes Interview, und der Ankündigungs-Trailer muss noch in den Kasten. Die anderen Medien-Gladiatoren sind zum Teil auch schon angereist – Amerikaner, Japaner und noch ein paar Deutsche. Ich weiß aber noch nicht, wer sonst noch in der Show welchen Rekord aufstellen wird – großes Geheimnis!

Morgen Nachmittag fahren wir in das Fernsehstudio, wo ich meine ersten Trainingsläufe starte. Bin schon sehr gespannt, was die Crew dort für ein Sportgerät zusammen gezimmert hat. Hier noch mal zur Erinnerung die Bilder von 2006: Link

Montag, 13. April 2009 21:03 | Kommentare (1) | Tags: , , , , , , , , , , , | Autor: