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	<title>Rolf Iven Trainings Kreativität, Moderation, Konfliktlösung &#187; Kreative Konfliktgespräche</title>
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	<description>Trainings in Sachen Kreativität, Kommunikation und Konfliktlösung</description>
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		<title>Schon mal ein Pulverfass ausgebrütet?</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 21:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So ein ausgewachsener Konflikt ist schon etwas feines. Finden Sie nicht? Doch, ich schon. Wir haben viel zu wenig davon. Wenn es so richtig knirscht oder gar kracht, ist jedem klar, dass es etwas zu klären gibt. Das ist einer der Vorteile.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Revolution in Ägypten, Umsturz in Tunesien, Unruhen in Algerien, Kämpfe in Libyen &#8211; harte Zeiten für Diktatoren in Nordafrika. Ein Gespenst geht um &#8211; Machthaber in aller Welt fürchten den Aufstand, schnell koordiniert via Facebook, Twitter und Co. Wie im Großen, so im Kleinen: &#8220;besitzt&#8221; nicht jeder von uns ein Pulverfass? Nein? Sie nicht? Wenn Sie meinen&#8230;</p>
<p></strong><img class="alignnone size-full wp-image-2001" title="Schrei ins Ohr" src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/02/schrei.jpg" alt="" width="400" height="235" /></p>
<p>So ein ausgewachsener Konflikt ist schon etwas Feines (zur Klarheit: Gewalt oder gar Verletzte und Tote etc. sind gar nichts Feines, das ist hier nicht gemeint). Finden Sie nicht? Doch, ich schon. Wir haben viel zu wenig davon. Wenn es so richtig knirscht oder gar kracht, ist jedem klar, dass es etwas zu klären gibt. Das ist einer der Vorteile.</p>
<p>Ob es dann auch geklärt wird, ist natürlich eine andere Frage. Da gehört mitunter noch manches Öl ins Feuer, damit ein Konflikt nicht vorzeitig unterm Teppich landet. Gäbe ja sonst häßliche Brandflecken. Bei Hühnereiern ist das so: Wenn man lange genug darauf sitzen bleibt, damit sie schön warm bleiben, kommt etwas lebendiges raus. Bei Konflikten ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass das Aus sitzen etwas lebendiges hervorbringt; genau wie bei Lorbeeren, auf denen mancher Zeitgenosse genüsslich herum brütet. Da hilft es auch nichts, wenn man eine ausgetüftelte Nachfolgeregelung erfindet, wer nach dem Ableben des Lorbeer-Erwerbers eben jene weiter bebrütet.</p>
<p>Aber ich schweife ab. Das Gegenteil von Konflikt ist? &#8211; Nein, eben nicht!<br />
<span id="more-1822"></span><br />
Keinen Konflikt zu haben, in dem es vielleicht schon gut hör- und sichtbar knirscht oder gar kracht, bedeutet nicht die Abwesenheit von Konfliktpotenzial. Das ist das Gemeine daran. Man sitzt eben manchmal auf einem Pulverfass, ohne es zu ahnen. Ob wissentlich oder nicht, auch Pulverfässer lassen sich nicht ausbrüten, auch wenn sie ein mitunter sehr reges Innenleben haben, was sie von Lorbeerkränzen unterscheidet.</p>
<p>Und nun zur Sache:<br />
Für all jene unter Ihnen, liebe Leser, die sich immer wieder von Pulverfässern überrascht sehen, hier nun der neuerlich Hinweis, peinlich auf den Zustand der Lunte zu achten! Zeigt sich die Lunte hell gelb leuchtend, vielleicht auch dampfend und zischend, ist Gefahr in Verzug. Merken Sie sich das! In diesem Zustand des langsamen Dahinscheidens kennt diese nur noch ein Ziel, nämlich ihren Zweck zu erfüllen und so ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und damit wird sie nicht bis zum nächsten Meeting, TOP Sonstiges, warten! Das tun nur Zündschnüre, die schon etwas nass geworden ist.</p>
<p>Und noch eins: Versuchen Sie nicht, die Lunte auszuquatschen, indem Sie versuchen zu relativieren oder sie zu einer Pause animieren suchen. Glauben Sie mir, die Lunte nimmt ihre Bestimmung sehr ernst. Sie können natürlich jetzt zusehen, wie das Flämmchen unter Ihrem Allerwertesten verschwindet und hoffen, dass der Knall nicht zu groß wird. Manche Menschen haben ja direkt Spaß an dieser Angsterfahrung. Aber etwas Lebendiges kommt dabei, wie gesagt, nicht vor. Das haben explodierende Pulverfässer so an sich. Anderenfalls machen Sie sich jetzt ganz rasch auf und holen einen großen Eimer Wasser! Könnte sein, dass Sie dabei merken, dass Ihre Beine eingeschlafen sind. Aber dazu später.</p>
<p>Sofern Sie ein sanftes Interesse daran spüren, vielleicht doch dem nächsten Knall zu entgehen, und Ihnen das mit dem Eimer Wasser zu lästig ist, hier ein paar Hinweise auf mögliche Indikatoren. Gehen wir zu dem Beispiel mit der Henne und dem Ei zurück. Wann wird das Küken schlüpfen? Wenn die Henne es ausgebrütet hat. Was muss die Henne dafür tun? NIX! Einfach da sitzen und warten. Höchstens mal ein wenig picken gehen, aber dann schnell zum Gelege zurück. Was heißt das für uns? Je länger wir schon regungslos irgendwo sitzen, desto höher die Knall-Wahrscheinlichkeit.</p>
<p>Wo haben Sie eigentlich ursprünglich Platz genommen? Kommen da viele Menschen vorbei? Werden Sie gelegentlich von denen auch angesprochen? Ja? Treffen die sich gelegentlich auf einem Haufen, um so dies oder jenes zu besprechen? Wenn das auf Sie zutrifft, und Sie nicht gerade unter einer Brücke liegen, dann haben Sie vermutlich ein erhöhtes Pulverfass-Risiko. Rein berufsbedingt schon. Diese Menschen könnten gelegentlich etwas von Ihnen wollen! Wenn Sie dann für diese Menschen nicht erkennbar auf die Ansprache reagieren, werden diese sich versichern, dass mit Ihnen noch alles in Ordnung ist. Das ist dann wie bei Leuten, die regungslos unter der Brücke liegen: erst sanft ansprechen, dann lauter. Kommt nichts, wird dran gerappelt, an der Jacke gezupft. Kommt immer noch keine Reaktion, wird man versuchen, die reglose Person an einen anderen Ort zu verfrachten. Und da kommt das Pulverfass ins Spiel. Während man eine hilflose Person unter der Brücke mittels Bare und Transporter entfernt, könnte dies in Ihrem Fall, na? Genau! Es könnte der recht unsanfte Versuch unternommen werden, Sie per Luftfracht zu befördern. Also der bombensichere Tipp: Sprechen Sie mit den Menschen, die an Ihnen rappeln! Sonst kracht es! Nein, nicht ausquatschen! Zuhören!</p>
<p>Tja so ist das manchmal. Wie war der Spruch vom teuren Führungskräftetraining noch? Wer nicht an sich arbeitet, an dem wird gearbeitet. Aber trösten Sie sich. Aus explodierenden Fässern kommt ja bekanntlich nur Schall und Rauch, gel? Also kein Grund zur Sorge. Schlafen Sie gut! Man wird Sie schon wecken, wenn es Zeit ist.</p>
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		<title>Hart verhandeln &#8211; ein paar Tips</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 12:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsführungstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Tips]]></category>
		<category><![CDATA[verhandeln]]></category>
		<category><![CDATA[Verhandlung vorbereiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Verhandeln verlangt, sich immer wieder neu auf das Thema, auf das Anliegen zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen. Das setzt voraus, in sich selbst klar zu sein, in der Sache klar zu sein und diszipliniert bei der Sache zu bleiben. Hart verhandeln bezieht einen weiteren, wesentlichen  Aspekt mit ein: Müssen Sie hart verhandeln, führt Sie dies in eine Konfrontation. Hier wird nicht mit Wattebäuschchen geworfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hart verhandeln im Sinne von hartnäckig verhandeln hat nichts mit rüpelhaftem Auftreten oder borniertem Gehabe zu tun. Auch hysterische Anwandlungen oder Machtgehabe sind eher Anzeichen für Ideenlosigkeit, oder vielleicht schon ein Zeichen von Schwäche.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1831" title="hart verhandeln" src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/02/hart-verhandeln-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" /></p>
<p>Verhandeln verlangt, sich immer wieder neu auf das Thema, auf das Anliegen zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen. Das setzt voraus, in sich selbst klar zu sein, in der Sache klar zu sein und diszipliniert bei der Sache zu bleiben. Das gilt grundsätzlich für jedes Verhandlungsgespräch. So weit, so nett.</p>
<p>Hartes Verhandeln zieht nicht immer notwendiger Weise auch ein aggressives Gesprächsklima nach sich. Manchmal aber schon. Denn hart verhandeln bezieht einen weiteren, wesentlichen Aspekt mit ein: Müssen Sie hart verhandeln, führt Sie dies in eine Konfrontation. Hier wird nicht mit Wattebäuschchen geworfen. Sind Sie bereit zu kämpfen? D.h. auszuteilen und einzustecken? Haben Sie sich damit abgefunden, möglicherweise zu scheitern? Trauen Sie sich zu, jederzeit Ihr Gesprächsverhalten um 180 Grad drehen zu können? Trauen Sie sich zu, auch eine harte Konfrontation gütlich zu beenden? Wenn nicht, lassen Sie das mit dem hart verhandeln lieber. Ihr Gegenüber wird Ihre Angst riechen, und die Verhandlung ist vorbei.</p>
<p>Den vielen Ratgebern und Büchern möchte ich ein paar Gedanken hinzufügen:</p>
<p><strong><span id="more-1833"></span>Verhandlung vorbereiten</strong><br />
Es ist eigentlich banal, aber ich staune immer wieder, wie unglaublich schlecht vorbereitet die große Masse der Diskutanten ins Rennen geht (wie viele Anwälte kennen den Inhalt ihrer eigenen Klageschriften nicht!). Daher erwähne ich dies noch einmal: Hart verhandeln beginnt mit harten Fakten und guter Vorbereitung! Ohne Vorbereitung können Sie sich zwar raufen und prügeln, aber nicht hart verhandeln.<br />
Das bedeutet für Sie, hier schon den ersten großen Hebel in der Hand zu haben. Nutzen Sie ihn! Wissen ist Macht! Im Einzelnen geht es um notwendige Fakten, mögliche tatsächlich zwingende Umstände und Gegebenheiten, um Datum, Uhrzeit, Menge und Gewicht. Zur Abgrenzung sei gesagt, dass es nicht um Vermutungen (der wird sicher wieder…), Unterstellungen (der will bestimmt bloß…) und Hellseherei (der wird bestimmt wieder…) geht. Bleiben Sie sachlich und stellen Sie sicher, dass Sie auch die für Sie unangenehmen Fakten gewürdigt haben.</p>
<p><strong>Vorbehalte analysieren</strong><br />
Häufig ist uns unser Gesprächspartner nicht unbekannt, oder es gibt sogar eine umfassende Vorgeschichte. Analysieren Sie mögliche Vorbehalte, auch Ihnen persönlich gegenüber, und suchen Sie darin die versteckten Bedürfnisse Ihres Gesprächspartners. Beispiel: Ihr Gegenüber hat Sie schon wegen Ihrer Hemdsärmeligkeit gerügt. Irgendwie sind Ihre Vorschläge nicht konkret genug. Daraus könnte man ein Bedürfnis nach Greifbarem, nach direkt in die Tat Umsetzbarem machen. Anstatt im Gespräch gegen den Vorwurf der Hemdsärmeligkeit zu wettern, machen Sie konkrete Handlungsangebote und laden Sie ein. Die anschließende Diskussion geht häufig nicht mehr um das “ja-oder-nein”, sondern um das “wie”. Wenn Sie für sich klar haben, wo Ihre Grenzen sind, können Sie jetzt mit etwas Entgegenkommen Ihr Ziel schnell erreichen. Und bitte keine falsche Eitelkeit: Vielleicht sind Ihre Vorschläge wirklich hemdsärmelig!?</p>
<p><strong>Grenzen klären</strong><br />
Ein ganz wichtiger Punkt! Womit können Sie leben? Womit müssen Sie leben? Wo sind Ihre Schmerzgrenzen? Hier gilt: weniger ist mehr. Wir neigen dazu, die Anforderungen schnell in schwindelerregende Höhen zu treiben. Das ist wie beim Fast-Food-Drive-In. Eigentlich sollte es nur eine kleine Pommes sein, aber dann kam der Hunger (s.u.). Wenn wir ein ehrgeiziges Verhandlungsziel auf Biegen und Brechen durchsetzen wollen, bieten wir viel Angriffsfläche. Unser Gegenüber braucht sich nur zurück zu lehnen und gelegentlich ein paar Steine und Stöcke schmeißen. Schließlich wollen Sie ja was, nicht er. Das werden Sie sicher schon erlebt haben. Finden Sie den neuralgischen Punkt. In jeder Angelegenheit gibt es einen Punkt, einen Kern, eine einfache Wahrheit. Wenn Sie den gefunden haben, vergessen Sie den Rest, und konzentrieren Sie sich wie ein Brennglas auf diesen Aspekt.</p>
<p><strong>Hunger und das Weniger wollen</strong><br />
Hunger ist ganz schlecht (s.o.). Was hilft, ist die Kunst des weniger Wollens. “Übe Dich im Ohne-tun, nichts, dass ungetan bliebe”, so die passende Stelle aus dem Tao des Konfuzius. Diese Kunst ist hier schwer mit Worten zu vermitteln. Aber vielleicht können Sie sich vorstellen, welchen Unterschied es macht, ob Sie vor jemandem sitzen und fordern, eben wollen, oder ob Ihr Gegenüber wahrnimmt, dass Sie ein Geheimnis haben, dass Sie aber nicht so leicht preis geben. Ein erster Einstieg in das Ohne-tun.<br />
Bereiten Sie sich darauf vor, möglicherweise entstehende Gesprächspausen auszuhalten. Halten Sie den Mund! Wer jetzt zuerst spricht, hat in 90% der Fälle verloren. Das hat verschiedene Gründe. Hüten Sie sich davor, jetzt vorzulegen oder das Gespräch am Laufen zu halten. Damit übernehmen Sie die Initiative, damit die Verantwortung für das Gespräch und damit auch für das Gelingen des Gespräches. Das würde Sie erheblich einengen. Denken Sie daran: Sie sind gerade hart am verhandeln und nicht dabei, Freunden aus einer peinlichen Situation zu helfen.</p>
<p><strong>Bleiben Sie hart</strong><br />
Vielleicht haben Sie schon beobachtet, dass ein Großteil der Zeit und Energie während Diskussionen in Ablenkungsmanövern stecken bleibt. Je fokussierter Sie sind, desto mehr versuchen manche Gesprächspartner abzulenken, zu pauschalisieren, zu relativieren, zu verdribbeln oder zu vertagen. Ziel ist es – ganz klar – Ihren Fokus zu schwächen. Denn das schwächt auch Ihre Durchschlagskraft. Jetzt ist der Moment gekommen, hart zu bleiben, auch gegen sich selbst! Bleiben Sie konzentriert bei Ihrem Anliegen, Ihrem Fokus! Lenken Sie immer wieder dorthin! Dazu kann es nützlich sein, wenn Sie sich Notizen machen. Nehmen Sie sich Zeit, Ihre Notizen durchzugehen. Steht dort etwas befriedigendes? Wenn nicht, weiter verhandeln! Das Führen von Notizen kann Ihnen ebenfalls helfen, sachlich zu bleiben und ggf. das Gespräch zu entschleunigen.<br />
Achten Sie besonders auf Möglichkeiten, die Konfrontation bald möglichst in ein freundlicheres Fahrwasser münden zu lassen. Dazu gehört die gegenseitige Gesichtswahrung sowie empathisches Zuhören und spiegeln des Gesprächspartners. Das braucht menschliche Größe, vor allem nach einer harten Konfrontation mit einem Menschen, den wir dazu auch noch unsympathisch finden. Aber Sie müssen Ihr Gegenüber nicht lieben, um emphatisch, d.h. einfühlsam zu sein.</p>
<p><strong>Ausreden lassen erzeugt Widersprüche</strong><br />
Wie verwickelt man jemanden in Widersprüche? Einfach ausreden lassen. Also lassen Sie die Leute doch ausreden! Machen Sie Notizen. Die meisten Menschen sind schlecht vorbereitet, haben die eigenen Thesen nicht zu Ende gedacht oder haben gar nicht gedacht. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Ihr Gegenüber eine Vorlage liefert.</p>
<p><strong>Wunden lecken</strong><br />
Nach einer als negativ empfundenen sozialen Interaktion braucht es fünf bis sieben positive Interaktionen, um gegenseitiges Vertrauen und Kontinuität im Umgang wieder herzustellen. Hartes Verhandeln bringt also mitunter eine ganz erhebliche Hypothek mit sich. Sie tun also ggf. gut daran, im Nachgang deutliche Schritte auf Ihren Verhandlungspartner zuzugehen und ausreichend positive Angebote zu unterbreiten, sofern die Aufrechterhaltung der Beziehung von Interesse ist. Letztlich müssen in dem Klima, dass Sie verbreiten, nicht nur andere, sondern auch Sie selber leben.</p>
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		<title>Der Beckenrandschwimmer: Prototyp statt Stereotyp</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 15:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Backofen-Vorheizer, Sauna-Unten-Sitzer, Landungs-Klatscher, Semmelbrösel-Sortierer: Synonyme für Prototypen? In Konfliktsituationen kann es zur Wahrung der eigenen Integrität und Gelassenheit von Nutzen sein, den Konfliktpartner als Prototypen statt als Stereotypen zu sehen. Schließlich sind nicht alle Menschen immer schlecht! Anhand von für uns hervorstechenden Merkmalen bekommt unser Gegenüber einen Spitznamen verpasst: Effizienzdrängler, An-alle-Denker, Bremse-Treter etc. Auch persönliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="MultiBoxHelp" id="MultiBoxHelp"><a href="http://www.rutschmann.biz" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" target="_blank"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/plugins/wordpress-multibox-plugin/images/help.png" alt="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5"></a></div>
<p><a href="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2009/08/Beckenrandschwimmer.jpg"  class="wpmb" id="wpmb2"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2009/08/Beckenrandschwimmer.jpg" alt="Beckenrandschwimmer" title="Beckenrandschwimmer" width="400" height="162" class="alignleft size-full wp-image-1643" /></a>Backofen-Vorheizer, Sauna-Unten-Sitzer, Landungs-Klatscher, Semmelbrösel-Sortierer: Synonyme für Prototypen?</p>
<p>In Konfliktsituationen kann es zur Wahrung der eigenen Integrität und Gelassenheit von Nutzen sein, den Konfliktpartner als Prototypen statt als Stereotypen zu sehen. Schließlich sind nicht alle Menschen immer schlecht!</p>
<p>Anhand von für uns hervorstechenden Merkmalen bekommt unser Gegenüber einen Spitznamen verpasst: Effizienzdrängler, An-alle-Denker, Bremse-Treter etc. Auch persönliche Merkmale können aufs Korn genommen werden: Langhaar, Schreibtischwühler, Hektik-Fan, Alles-Hinterfrager, Doppeltkontrollierer, das wandelnde schlechte Gewissen&#8230;<br />
<span id="more-1642"></span><br />
All zu leicht lassen wir uns in mancher Konfliktsituation zu wenig hilfreichen Verallgemeinerungen hinreißen: Beamte, Lehrer, Raser, Ausländer, Ökos etc. Viel häufiger bedienen wir uns aber ein paar weniger Körperteile oder Anleihen aus der Tierwelt. Schnell geht jetzt eine Schublade auf, der meist wenig Hilfreiches entspringt. Generalisierung nennt der NLPler diesen Vorgang, mit dem unser Gehirn uns an anderer Stelle das Leben sehr vereinfacht. So müssen wir nicht jedes mal neu lernen, wie eine Türklinke zu bedienen oder eine Schraube fest zu ziehen ist. Kleine Veränderungen führen allerdings zum Scheitern des Standard-Programms, etwa dann, wenn man über Kopf eine Schraube fest drehen will oder aus der Türklinke ein Drehgriff wird, dem man nicht mehr ansieht, ob man ihn drehen oder einfach nur drücken muss.</p>
<p>Kleines Schmankerls aus Bayern: der einmalige Gerhard Polt poltert &#8211; so wird geflucht (nicht ganz politisch korrekt)<br />
<object width="400" height="100"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/e2Qpmie5Gd0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/e2Qpmie5Gd0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="400" height="324"></embed></object></p>
<p>Konfliktsituationen bedeuten Stress. Unter Stress greift unser Gehirn auf &#8220;bewährte&#8221; Standard-Programme in Standard-Schubladen zurück. Bewährt heißt dabei im besten steinzeitlichen Sinne das leibliche Überleben sichern. Diesen reflexartigen Griff unseres Stammhirns zum Standard-Konfliktprogramm kann man kaum unterbinden. Unweigerlich schießt Adrenalin ins Blut, Automatismen übernehmen die Regie, unser Unterbewusstsein bläst zum Angriff, bevor unser Verstand kontrollierend eingreifen kann. </p>
<p>Viel leichter ist es, diesen unweigerlichen Griff auf eine andere Schublade mit weit effizienteren und angemesseneren Handlungsweisen umzulenken. Genau hier setzt die Spitznamen-Methode an: Im Laufe unseres Lebens werden Handlungsmuster in einem speziellen Bereich unseres Gehirns gespeichert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Handlungsmuster selbst durchlebt, uns in unserer Fantasie nur vorgestellt oder im Film gesehen haben. Aus diesem Vorratspool an Handlungsmöglichkeiten bedienen wir uns. Was aber offensichtlich fehlt, sind konkrete Vorstellungen davon, wie wir Konfliktlösung mit Affen, Schweinen, Schlickrutschern oder Kamelen betreiben. Denn das haben wir nirgendwo gesehen oder anderweitig wahrgenommen, folglich also nicht gespeichert. Kaum jemand wird sich ausgemalt haben, wie ein Palaver mit einem Vierbeiner wohl im Detail aussehen könnte. Gleiches gilt für den Umgang mit Körperteilen.</p>
<p>Je mehr wir uns also selbst suggerieren, wir hätten es mit einem Tier etc. zu tun, um so mehr manövrieren wir uns selbst ins Aus: es sind schlicht keine Handlungsmuster für solche Fälle abgespeichert! Das Spektrum an Handlungsalternativen schwindet dahin, mögliche Lösungen verliert man aus dem Blickfeld. Unser Einfühlungsvermögen leidet, eine wichtige Voraussetzung zur partnerschaftlichen Führung von Konfliktgesprächen.</p>
<p>Suggerieren wir uns selbst, es handle sich um einen Schattenparker oder Duschgelvorwärmer, geben wir unserem Unterbewusstsein in der Suche nach einem geeigneten Verhalten eine wesentlich konstruktivere Richtung: Wir schauen genauer hin, erkennen mögliche Bedürfnisse unseres Kontrahenten und können leichter  jenes Maß an Nähe und Distanz herstellen, das uns handlungsfähig hält und Sicherheit gibt.</p>
<p>Natürlich sollten sie es tunlichst unterlassen, ihren Gesprächspartner über ihre Wortschöpfung zu informieren oder gar bei Kollegen damit zu punkten. Behalten sie es für sich. Nutzen sie ihre so angekurbelte Kreativität, um zu verblüffenden Lösungen zu kommen &#8211; und vor allem, den Humor zu bewahren. Viel Spaß beim Ausprobieren!</p>
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		<title>Whistleblowing: Wenn Mitarbeiter die Alarmglocken leuten</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 08:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gekaufte Betriebsräte, verkaufte Kundendaten, überwachte Mitarbeiter, unkontrollierte Manager(bordellrechnungen) &#8211; man fragt sich: hat da wirklich niemand was gewusst, niemand was gesagt? Jemand muss die Kameras aufgehangen haben, Betriebsräte samt ihrer Sekretariate und Mitarbeiter im Controlling die Buchungen etc. gesehen &#8211; und den Mund gehalten haben. Doch es gibt auch Menschen, die den Mund auf machen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gekaufte Betriebsräte, verkaufte Kundendaten, überwachte Mitarbeiter, unkontrollierte Manager(bordellrechnungen) &#8211; man fragt sich: hat da wirklich niemand was gewusst, niemand was gesagt? Jemand muss die Kameras aufgehangen haben, Betriebsräte samt ihrer Sekretariate und Mitarbeiter im Controlling die Buchungen etc. gesehen &#8211; und den Mund gehalten haben.</p>
<p>Doch es gibt auch Menschen, die den Mund auf machen.<br />
<span id="more-1563"></span>Aber es ist klar, das z.B. ein Werksmitarbeiter am Band eines Automobilkonzerns wenig Gehör findet, wenn Betriebsrat und Management gemeinsame Sache machen. <a href="http://www.whistleblower-net.de/">&#8220;Whistleblower&#8221;</a> ist die neueste Anglizisme für Menschen, die couragiert den Mund auf machen. Sie haben es schwer, sich in Unternehmens- und Organisationsstrukturen ihren Weg zu Transparenz und Gerechtigkeit zu gehen, vor allem, wenn die Kontrollorgane versagen oder gar Teil des Betruges sind. </p>
<p>Das <a href="http://www.whistleblower-net.de/">Whistelblower Netzwerk e.V.</a> hat es sich zur Aufgabe gemacht, solchen Menschen zu einem gesicherten Rechtsrahmen und gesellschaftlicher Anerkennung zu verhelfen. Denn selbstloses Pflichtbewusstsein und Zivilcourage führen in Deutschland wie anderen Orts nicht unbedingt zu Achtung, Anerkennung und Veränderung, im Gegenteil. Zu groß ist die Angst derjenigen, die direkt daneben stehen, in einen &#8211; eigentlich nicht vorhandenen &#8211; Abgrund mitgerissen zu werden. Der Mensch ist halt ein Herdentier.</p>
<p>Der Verein zeigt auf seiner Homepage Beispiele von Menschen, die die offensichtlichen Schieflagen und Widrigkeiten nicht stillschweigend hin nehmen und aktiv werden. Als ich mich das erste mal auf der Homepage des Vereins umgesehen habe, war mir nicht ganz klar, wo ich da gelandet bin. Das seltsame Gefühl, es mit schrulligen Moralaposteln und bornierten Nachbarn im tiefsten Unterforderunsgstress zu tun zu haben, beschlich mich. Weit gefehlt!</p>
<p>Mittlerweile gibt es rund um die Welt Organisationen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Es ist eben ein Unterschied, ob man am Stammtisch über weit entfernte Manager schimpft, als Kabarettist damit Lacher einfängt oder</p>
<ul>
in einem solchen Unrechtssystem arbeitet<br />
wach und interessiert genug ist, um zu beobachten<br />
und couragiert und willensstark genug ist, aktiv zu werden</ul>
<p></br><a href="http://www.whistleblower-net.de/">Whistelblower Netzwerk e.V.</a></p>
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		<title>Eine Lösung ist dann fair, wenn&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 10:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sie von den beteiligten Parteien als fair empfunden wird. Dabei kann man selten davon ausgehen, dass die ersten Vorschläge für eine Lösung bereits beiderseits als fair empfunden werden. Eine andere Sache ist die, mit einem deutlich unangemessenen Angebot in eine Verhandlung zu starten, um die Latte für den Verhandlungspartner, äh, Gegner höher oder niedriger zu legen, je nach dem. Natürlich muss man, wenn man so vorlegt, das nötige Selbstbewusstsein und Standing im Kreuz haben, um die Verhandlung so führen zu können. Natürlich riskiert man, daß der Verhandlungspartner schon alleine wegen der demonstrierten Rücksichtslosigkeit  aus der Verhandlung aussteigt bzw. den Verhandlungsramen deutlich einengt.</p>
<p>Das folgende Video ist eine geniale Verfilmung dessen, was sich gelegentlich besonders &#8220;klevere&#8221; Kunden und Einkäufer leisten:</p>
<p></p>
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		<title>Schlagfertigkeit? Konfliktfähigkeit!</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 22:58:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schlagfertigkeit ist sicher ein guter Helfer in mancher Konfrontation. Schlagfertigkeit kann helfen, bewegungsfähig zu bleiben und einen Angriff oder eine Überrumpelung zu kontern. Steht man allerdings einem &#8220;Naturtalent&#8221; gegenüber und ist in Sachen Schlagfertigkeit nicht ausreichend trainiert, ist nach der 2., spätestens nach der 3. Angriffswelle Schluss: &#8220;Neuen Spruch gelernt, was?!&#8221; Darüber hinaus besteht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlagfertigkeit ist sicher ein guter Helfer in mancher Konfrontation. Schlagfertigkeit kann helfen, bewegungsfähig zu bleiben und einen Angriff oder eine Überrumpelung zu kontern.</p>
<p>Steht man allerdings einem &#8220;Naturtalent&#8221; gegenüber und ist in Sachen Schlagfertigkeit nicht ausreichend trainiert, ist nach der 2., spätestens nach der 3. Angriffswelle Schluss: &#8220;Neuen Spruch gelernt, was?!&#8221;</p>
<p>Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Gespräch vollends entgleist und nur noch pure Durchsetzungsfähigkeit demonstriert wird. Ist man erst in der Gegenangriffs-Falle gelandet, ist das Gespräch beendet. Was kann man tun, um das zu verhindern, vor allem, wenn man in Sachen Schlagfertigkeit nicht richtig sicher ist?</p>
<p>Zunächst kann man sich vergegenwärtigen, dass es gar nicht notwendig ist, schnell und verbal zu antworten. Schlagfertigkeit bedeutet nicht, dass ein Geschwindigkeitsrekord im nass antworten aufgestellt werden muss. Im Gegenteil, je mehr Zeit Sie sich nehmen, um so eher entgehen Sie Ihren Reflexen (Brav-antworten, Gegenangriff- oder Rechtfertigungs-Reflex) und zeigen darüber hinaus auch noch Selbstsicherheit. Wenn verbale Äußerungen nicht Ihr Stil sind, dann können Sie auch mit körpersprachlichen Signalen antworten. Ein Blick, Augenzwinkern, Handbewegungen, sich erst mal die Nase kratzen oder putzen, auch gar keine Reaktion kann helfen, wenn dies bewusst gewählt wird und nicht aus Verlegenheit erfolgt.</p>
<p>Zum anderen ist es in der Regel nicht notwendig, besonders humoristische Spitzenleistungen zu erbringen. Legen Sie sich eine &#8220;Patentlösung&#8221; für solche Situationen zurecht (Sie werden spüren, wann der Moment gekommen ist). Sie können z. B. erst etwas inne halten, die Nase rümpfen und fragen: &#8220;Könnten Sie das noch mal wiederholen?&#8221;</p>
<p>Fragen sind grundsätzlich sehr gute und starke Mittel, um forsche Gesprächspartner zu erden. Die einfache Frage &#8220;Wie meinen Sie das genau?&#8221; wirkt Wunder und besonders gut bei augenscheinlich klaren Statements. Ein Beispiel:<br />
&#8220;Sie haben ja gar keine Ahnung!&#8221;<br />
&#8220;Wie meinen Sie das genau?&#8221;<br />
&#8220;Ja wie ich es sage: Sie haben keine Ahnung!&#8221;<br />
&#8220;Ich hab Sie schon gehört, aber &#8211; wie meinen Sie das genau?&#8221;</p>
<p>Ihr Gegenüber wird nun entweder den Angriff verstärken, z.B. so:<br />
&#8220;Sie haben keine Ahnung und sind auch schwer von Begriff, was?&#8221;<br />
Das wäre allerdings eine Eskalation, mit der er seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzt. In diesem Fall ist die Frage angebracht, ob die Unterhaltung noch sinnvoll ist, denn es ist möglicherweise ganz gleich, was Sie antworten. Hier will Ihnen möglicherweise jemand ans Leder.</p>
<p>Oder Ihr Gegenüber wird konkreter:<br />
&#8220;Ihre Schlussfolgerungen sind völlig abwegig, daran merkt man, dass Sie keine Ahnung haben.&#8221;<br />
Jetzt haben Sie Verhandlungs- und Interpretationsmasse, denn über Schlussfolgerungen kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.</p>
<p>Tipp: Benutzen Sie diese Frage zunächst in weniger kritischen Situationen, um sattelfest zu werden. Warten Sie gelassen die Antwort ab, und profitieren Sie von einer alten Weisheit: Wie man Menschen in Widersprüche verwickelt? Einfach ausreden lassen!</p>
<p>Empfohlener Download: <a href="http://www.rolf-iven.com/pdf/Mittelbayerische18-10-08.pdf" rel="width:900,height:750"  class="wpmb" id="wpmb1">&#8220;Mittelbayerische Zeitung&#8221; über den Trainingsabend &#8220;Angriffe Kreativ kontern&#8221; vom 18.10.2008</a></p>
<p><a href="http://www.rolf-iven.com/trainings.html">Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)</a></p>
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		<title>Pofalla &amp; Niebel im Streit</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 21:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das gehört natürlich hier rein: Pofalla und Niebel zanken sich auf DGB-Tagung. Nicht zur Nachahmung empfohlen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das gehört natürlich hier rein: Pofalla und Niebel zanken sich auf DGB-Tagung. Nicht zur Nachahmung empfohlen.<br />
</p>
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		<title>Das Brot-Los</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 07:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mutter: &#8220;Peter, iss Dein Brot auf!&#8221; &#8220;Ich mag aber kein Brot!&#8221; &#8220;Du musst aber Brot essen, damit Du groß und stark wirst!&#8221; &#8220;Warum soll ich groß und stark werden?&#8221; &#8220;Damit Du Dir Dein täglich Brot verdienen kannst!&#8221; &#8220;Aber ich mag doch gar kein Brot!&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mutter: &#8220;Peter, iss Dein Brot auf!&#8221;<br />
&#8220;Ich mag aber kein Brot!&#8221;<br />
&#8220;Du musst aber Brot essen, damit Du groß und stark wirst!&#8221;<br />
&#8220;Warum soll ich groß und stark werden?&#8221;<br />
&#8220;Damit Du Dir Dein täglich Brot verdienen kannst!&#8221;<br />
&#8220;Aber ich mag doch gar kein Brot!&#8221;</p>
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		<title>Führen in der Krise: Sklaven treiben leicht gemacht!</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 10:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wettstreit der Sklaven um die Gunst der grauen Eminenzen ist voll entbrannt. War es in günstigeren Zeiten für Arbeitnehmer recht einfach, die Stelle zu wechseln, zittern sie nun in der Krise zu abertausenden um ihr Einkommen und buhlen um einen Moment der Aufmerksamkeit. Kritik wird nur noch von jenen mit suizidalen Tendenzen gewagt, oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wettstreit der Sklaven um die Gunst der grauen Eminenzen ist voll entbrannt. War es in günstigeren Zeiten für Arbeitnehmer recht einfach, die Stelle zu wechseln, zittern sie nun in der Krise zu abertausenden um ihr Einkommen und buhlen um einen Moment der Aufmerksamkeit. Kritik wird nur noch von jenen mit suizidalen Tendenzen gewagt, oder von jenen, die nichts mehr zu verlieren haben. Aber von denen muss man sich distanzieren, zu groß ist die Gefahr des negativen Imagetransfers, der einen mit in den Abgrund reißen könnte.</p>
<p>Die Anrufe auf unserer Konflikt-Hotline gehen mit den allgemeinen Beobachtungen konform: &#8220;Führen in der Krise&#8221; bedeutet für manche Führungskraft die Reanimation von steinzeitlichen Führungsmethoden. Das geflügelte Wort, den Mitarbeitern die Reibungswärme beim über-den-Tisch-ziehen als Nestwärme zu verkaufen &#8211; diese Mühe muss sich dieser Tage keine Führungskraft mehr machen. Offensichtlich wurden nicht nur Milliarden Euro an der Börse, sondern auch in Führungskräfte-Trainings verbrannt.</p>
<p>Für mich persönlich war es ein ergreifendes Erlebnis zu sehen, wie auf einer Regionaltagung von Aussendienstmitarbeitern die Hacken zusammen geschlagen wurden, wenn nur der Name des Vertriebsleiters fiel. Er musste noch nicht einmal persönlich anwesend sein, um die Mitarbeiter in kooperativ-motivierte Hektik verfallen zu lassen: &#8220;Hat Herr Dr. Müller das schon final freigegeben??&#8221;</p>
<p>Gelegentlich einen Sklaven öffentlich zu opfern gehört in diesen Chefetagen ebenso zum Standardrepertoire wie das flegelhafte Übertreten von Regeln, die man am besten vorher selbst aufgestellt hat. Das zeigt Macht und den klaren Willen zur Führung. Wenn Sie das als Führungskraft auch erreichen wollen, hier noch ein paar Tips, die Ihnen dabei einen guten Dienst erweisen werden:</p>
<p><span id="more-466"></span><strong>1. Lassen Sie unklar, was Sie erreichen wollen</strong><br />
Das schützt Sie davor, an den eigenen Vorgaben messbar zu werden und beflügelt die Kreativität Ihrer Mitarbeiter darin, dieses Vakuum zu füllen. Auch das eindeutigst formulierte Ziel bietet Interpretationsraum &#8211; nutzen Sie ihn! Sie werden sehen, schon bald werden die ersten Mitarbeiter in vorauseilendem Gehorsam mit Vorschlägen und Aktivitäten aufwarten, aus denen Sie sich nur noch die besten Ideen raussuchen müssen. Die unbrauchbaren Ideen können Sie ebenfalls nutzen (s.u.).</p>
<p><strong>2. Lassen Sie motiviete Mitarbeiter scheitern</strong><br />
Nehmen Sie eine der sinnlosen Ideen (s.o.) und lassen Sie einen motivierten Mitarbeiter darauf los. Wichtig: Lassen Sie sich nicht anmerken, dass Sie von der Idee nichts halten! Streuen Sie erste Zweifel erst später und ganz vorsichtig. Ihr Mitarbeiter wird seine Anstrengungen verstärken, und Sie haben die Hintertür für Ihren schadlosen Abgang geöffnet. Warten Sie noch mit dem Todesstoß, Sie können so herausfinden, wozu Ihr Mitarbeiter einmal fähig war, denn er wird es vermutlich kein zweites mal leisten. Aber Sie können sich sicher sein, einen möglicherweise unangenehmen Überflieger eingefangen zu haben.</p>
<p><strong>3. Betreiben Sie präventive Konflikteskalation</strong><br />
Nehmen Sie es wörtlich: keine Meldung ist auch keine Meldung &#8211; Beachtung verstärkt! Möglicherweise gibt es Mitarbeiter, die sich angesichts Ihrer Macht darauf verlegen, eher aus dem Hintergrund zu agieren oder einfach darauf warten, es Ihnen heim zu zahlen. Räuchern Sie diese Nester aus, indem Sie beifläufig Bemerkungen fallen lassen, etwa: &#8220;Haben Sie auch davon gehört, Frau Meier soll zu Hause Schwierigkeiten haben?! Also, ich finde, sie macht einen guten Job, ich kann kein Defizit feststellen! Ich mag Frau Meier.&#8221;<br />
Kaum jemand kann sich diesem Würgegriff entziehen: Sie haben die Neid-Hunde los gelassen und auch gleich gezeigt, wo sie zubeißen sollen. Den Rest erledigen die Kollegen oder die Gleichstellungsbeauftragte in endlosen Gesprächen (nutzen Sie hier wieder 1. (s.o.)).</p>
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		<title>Streitschlichtung macht Schule</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 11:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Streitschlichter werden an vielen Schulen zunehmend und mit Erfolg eingesetzt. Solang bestimmte Vorraussetzungen gegeben sind, z. B. die am Konflikt beteiligten Schüler freiwillig den Weg zu den Streitschlichtern suchen, können diese speziell ausgewählten und ausgebildeten Jugendlichen anstehende Auseinandersetzungen friedlich beilegen. Im Ergebnis sinkt auch das Gewaltpotenzial und die Zahl der gewalthaften Auseinandersetzungen. Hier ein, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Streitschlichter werden an vielen Schulen zunehmend und mit Erfolg eingesetzt. Solang bestimmte Vorraussetzungen gegeben sind, z. B. die am Konflikt beteiligten Schüler freiwillig den Weg zu den Streitschlichtern suchen, können diese speziell ausgewählten und ausgebildeten Jugendlichen anstehende Auseinandersetzungen friedlich beilegen. Im Ergebnis sinkt auch das Gewaltpotenzial und die Zahl der gewalthaften Auseinandersetzungen. Hier ein, wie ich finde, sehr gut gelungenes Beispiel und ein von den Schülern toll gestalteter Film der Realschule in Übach Palenberg:</p>
<p></p>
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