Rolf Iven trainiert Kreativität, Kommunikation und Konfliktlösung
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Aus dem Fundus: 'Fallbeispiele'

“Nein” sagen: Der positive Vorführeffekt
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Eine Vorstandssekretärin litt sehr darunter, dass ihr Vorgesetzter regelmäßig kurz vor Feierabend mit einem Stoß Arbeit zu ihr kam, und um sofortige Erledigung bat. Vielleicht kennen Sie das.

Regelmäßig konnte sie ihre Freizeitplanung über den Haufen werfen und alle Termine absagen. Mittlerweile äußerte sich auch ihr Lebensgefährte und setzte sie unter Druck, sich das nicht mehr gefallen zu lassen.

Im Gespräch stellte sich schnell heraus, dass es ihr grundsätzlich schwer gefallen ist, “Nein” zu sagen. Auch in anderen Lebensbereichen sagte sie immer wieder viel zu schnell zu, nur um sich anschließend über sich selbst zu ärgern.

Sie bekam von mir eine Hausaufgabe auf: über das ganz nächste Wochenende hinweg sollte sie zu allem und jedem “Nein!” sagen. Grundsätzlich und immer. Ihr Lebensgefährte wurde natürlich eingeweiht und gebeten, sie zu unterstützen. Was sie dann tun würde, wäre egal.
Beispiel vom Frühstückstisch:
“Gibst Du mir mal die Butter?!”
“Nein.”
Natürlich könne sie dann die Butter reichen. Es gehe lediglich darum, anstatt reflexhaft “Ja” zu sagen oder es still schweigend einfach zu tun, den Nein-Reflex wieder zum Leben zu erwecken.

Bei unserem nächsten Treffen berichtete sie: “Ein ganzes Wochenende habe ich zu allem “Nein” gesagt. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen. Erst jetzt habe ich bemerkt, wie häufig ich tatsächlich immer wieder “Ja” gesagt hatte! Wir hatten zum Schluss richtig Spass, und mein Lebensgefährte sagte irgendwann ebenfalls nur noch Nein. Zum Schluss frotzelten wir uns gegenseitig an und stellten uns gegenseitig die unsinnigsten Fragen, nur um Nein sagen zu können!

Am Montag darauf war ich fest entschlossen, meinem Chef “Nein!” zu sagen, wenn er wieder mit seinem Stapel vor mir steht und alles sofort erledigt werden soll.

Aber er kam nicht. Am Montag nicht, am Dienstag auch nicht. Ich war richtig enttäuscht! Auch am Mittwoch nichts. Er kommt einfach nicht mehr! Als würde er es instinktiv wissen, dass bei mir nichts mehr zu holen ist.”

Ich: “Aber dann haben Sie doch, was Sie haben wollten!”
Sie: “Ja! Ääh – Nein!!”
Beide lachen.

Mehr davon gibt es im Traing “Kreative Konfliktgespräche” hier

Das Script vom Trainingsabend “Nein sagen!” finden Sie hier hier

Donnerstag, 15. Januar 2009 11:30 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Umgang mit schwierigen Menschen: Methode “Hinterfragen”

Hinterfragen passt z.B. bei direkten Angriffen und Beurteilungen, die abwertend klingen und als allgemeingültig hingestellt werden:
„Sie haben aber einen Ton am Leib!“
„Was meinen Sie mit Ton am Leib?“
“Sie Idiot!”
“Sie haben ja gar keine Ahnung”

Beim Hinterfragen gibt es zwei Fragerichtungen:
1. Sie wollen konkretisieren: „Was meinen Sie genau mit… ?„
2. Meinung als subjektive Äußerung entlarven: Was ist Ihrer Meinung nach falsch daran… ?“

Beispiele:
“Sie Idiot!”
“Wie meinen Sie das?”

„Wie kann man nur so einen Blödsinn machen!“
„Was genau ist denn so blödsinnig an dem, was ich gemacht habe?“

„Sowas kann man doch nicht machen!“
„Was ist (Ihrer Meinung nach) falsch daran, so etwas
zu tun?“

Häufig kommt die Frage nach folgendem Konter:
“Sie Idiot!”
“Wie meinen Sie das?”
“So, wie ich es gesagt habe!”

Mögliche Reaktion:
“Ich habe Sie schon gehört, aber erklären Sie es mir!”
“Ja, das haben Sie gesagt – aber was meinen Sie genau mit Idiot?”

Auch wenn “Sie Idiot!” auf den ersten Augenblick eine klare Ansage zu sein scheint – sie ist es nicht! Je konkreter Sie ihr Gegenüber mit Fragen festnageln, desto prägnanter steht der verbale Fehlgriff im Raum. Ihr Gegenüber ist gezwungen, seine Beleidigung zu wiederholen, was im Allgemeinen jedem unangenehm ist, und läuft Gefahr, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Mittwoch, 14. Januar 2009 10:41 | Kommentare (1) | Tags: , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Aktuell und ohne Kommentar:

(Vollständige Kopie des Briefes liegt hier vor, der benannte Pfarrer ist Osteuropäer und spricht Deutsch mit Akzent.)

Was meinen Sie?

Freitag, 9. Januar 2009 12:37 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Mittelscharfe Lektion in positivem Denken

Vorweihnachtshektik. Mit meinen Söhnen (4 und 7) rase ich durch ein Lebensmittelgeschäft auf der Jagd nach Abendessen. “Ich will eine Pizza – scharf, aber nicht so ganz scharf! Halt mittelscharf!” sagt der Große. Verblüfft, ja überrascht stehe ich da. “Ja wie soll ich denn wissen, wie scharf die Pizza ist!??” gebe ich zurück. Verblüfft, ja überrascht steht er jetzt da: “Aber Papa! Da kann man sich doch beraten lassen!!”

Wie könnt es anders sein kommt eine ehrwürdig altgediehnte Verkäuferin an uns vorbei, die ohne groß zu Fragen den Besseresser an die Hand nimmt: “Komm, wir gehen mal gucken!” Schwupp, beide zwischen den Regalen verschwunden.

Bis ich mich so richtig sortiert habe, steht er schon wieder da, mit einer Pizza in der Hand: Dr. XY Ofenpizza, mittelscharf. Na denn, 1:0 für ihn!

Freitag, 12. Dezember 2008 9:15 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Alte Computer sind so!

Mein Neffe (5 Jahre) sitzt an Omas Computer. Oma hat ihm ein Textverarbeitungsprogramm geöffnet. Nun hackt er mit Vergnügen auf die Tastatur ein und erfreut sich an den wilden Buchstabenreihen auf dem Bildschirm. Er ruft mich dazu: “Lies das mal vor, Onkel Rolf!” Er haut “2MLAG§$Gkftg” in die Tasten. Ich beginne zu lesen: “Zweiimmhhlllaahhg…”. Aber noch bevor ich fertig bin, geht es schon weiter: “Und das??” Auf dem Bildschirm steht “ÄÄHGDSTBJKJNXA”. Ich gebe mein Bestes: “Ähhgedstt-bhe..”

Mein Neffe, bisher völlig teilnahmslos beobachtend, holt tief Luft, schnauft einen Seufzer raus und stellt fest: “Tja, da kann man nix machen. Alte Computer sind so!”

Donnerstag, 11. Dezember 2008 23:00 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Grenzen erkennen und überwinden

Artikel aus dem Bonner Generalanzeiger über den Feuerlauf in Bad Honnef vom 09.09.2008. Die 10jährige Isabell geht gleich zwei mal barfuss über glühende Kohlen. Was Feuerläufer bewegt und antreibt:

Grenzen erkennen und überwinden

Dienstag, 9. September 2008 10:32 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , | Autor: Rolf Iven

Spigelei in der Pfanne sagt mehr als eine langweilige Beschreibung

Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung über einen Seminarvortrag von Rolf Iven zum Thema “Kundengewinnung mit schmaler Kasse” im Gründerzentrum Maxhütte vom 26.03.2005.

Kundengewinnung mit Schmaler Kasse

Samstag, 26. März 2005 10:26 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , | Autor: Rolf Iven