<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Rolf Iven Trainings Kreativität, Moderation, Konfliktlösung &#187; böse, ganz ganz böse</title>
	<atom:link href="http://www.rolf-iven.com/category/aus-der-praxis/meinungen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rolf-iven.com</link>
	<description>Trainings in Sachen Kreativität, Kommunikation und Konfliktlösung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 19 Oct 2011 07:42:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Tausend Freunde? Gefällt mir!</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/tausend-freunde-gefallt-mir/2276</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/tausend-freunde-gefallt-mir/2276#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2011 13:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder Videos mp3]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen & Bücher & Links]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Buchdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Computergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Link]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=2276</guid>
		<description><![CDATA[Warum konnte die weltgrößte Finanzkriese in einer Zeit geschehen, in der so viele Informationen wie noch nie verfügbar waren? Was bedeutet es heute, einen Freund zu haben, wenn man auf Facebook tausende davon haben kann? War es nicht mal &#8220;Glück im Leben&#8221;, drei oder sogar fünf Freunde gefunden zu haben? Mündliche Überlieferung, Verschriftlichung, Buchdruck und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum konnte die weltgrößte Finanzkriese in einer Zeit geschehen, in der so viele Informationen wie noch nie verfügbar waren? Was bedeutet es heute, einen Freund zu haben, wenn man auf Facebook tausende davon haben kann? War es nicht mal &#8220;Glück im Leben&#8221;, drei oder sogar fünf Freunde gefunden zu haben? </p>
<p>Mündliche Überlieferung, Verschriftlichung, Buchdruck und Computer waren die primären epochalen Medien menschlicher Gesellschaften und haben diese rückwärts wiederum beeinflusst. Nicht zuletzt haben sie auch Ausgangspunkt für Kriesen der einen oder anderen Art bzw. Gesellschaftsschicht.</p>
<p>Soziologe Dirk Baecker im Gespräch mit Roger de Weck.</p>
<p><object data="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/7b3a8c5d-57d2-4f1e-be97-6e37fb3ec216" type="application/x-shockwave-flash" style="width:400px;height:270px"><param name="movie" value="http://www.sf.tv/videoplayer/embed/7b3a8c5d-57d2-4f1e-be97-6e37fb3ec216"/><param name="quality" value="high" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=7b3a8c5d-57d2-4f1e-be97-6e37fb3ec216" alt="zum Videoportal des Schweizer Fernsehens">Sternstunde Philosophie vom 02.05.2010</a></object></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/tausend-freunde-gefallt-mir/2276/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ist das Brainstorming tot?</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/ist-das-brainstorming-tot/2128</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/ist-das-brainstorming-tot/2128#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 18:59:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Brainstorming]]></category>
		<category><![CDATA[Brainstorming Alternative]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Ist Brainstorming tot]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativitätstechniken]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
		<category><![CDATA[was kann man statt Brainstorming machen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=2128</guid>
		<description><![CDATA[Brainstorming ist eine der bekanntesten Kreativitätstechniken. Vielleicht deshalb, weil sie recht einfach anwendbar ist. Doch wird sie häufig falsch durchgeführt, was schnell zu wenigen und unbefriedigenden Beiträgen führt. Das hat dazu geführt, dass das Brainstorming einen zunehmend schlechten Ruf hat. Zu unrecht, wie ich meine. Wer die Regeln einhält, hat immer noch eine schnelle und effektive Methode zur Hand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Brainstorming ist eine der bekanntesten Kreativitätstechniken. Vielleicht deshalb, weil sie recht einfach anwendbar ist. Doch wird sie häufig falsch durchgeführt, was schnell zu wenigen und unbefriedigenden Beiträgen führt. Das hat der Methode Brainstorming einen zunehmend schlechten Ruf eingebracht. Zu unrecht, wie ich meine. Wer die Regeln einhält, hat eine schnelle und effektive Methode zur Hand. Ein Erfahrunsgbericht.</strong></p>
<p>&#8220;Die Ergebnisse, die in Einzelarbeit erzielt werden liegen über dem, was in einem Brainstorming der Gruppe erreicht wird.&#8221; So oder ähnlich lauten die Aussagen, die mittlerweile auch in Fachpublikationen zu finden sind. Man kann das natürlich der Methode bzw. Methodenmüdigkeit anlasten. Man kann aber auch fragen, warum man dem Brainstorming in der Gruppe die Arbeit alleine vorzieht. Ist das nicht ein Hinweis darauf, das etwas in der Gruppe, dem Team nicht stimmt?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2129" title="Brainstormin am Flipchart" src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/02/flipchart_umsatz.jpg" alt="" width="400" height="209" /><br />
</br></br></p>
<p>Tatsächlich: die Ursachen, die einem Brainstorming den Gar aus machen, lassen auch jede andere Kreativitätstechnik an die Wand laufen. Liegen bestimmte Störungen in einem Team vor, kann die Einzelarbeit sicher bessere Ergebnisse bringen. Das kann aber wohl kaum befriedigen. Vor allem diejenigen, die bereits ein funkensprühendes, mitreißendes Brainstorming erlebt haben, werden attestieren, dass der Einzelarbeit ein wichtiger Aspekt abgeht: die gegenseitige Inspiration der Teilnehmer.<br />
<span id="more-2128"></span><br />
Aber da liegt der Hase schon im Pfeffer! Ist das gewollt? Gegenseitige Inspiration? Oder wird eher in Kategorien von Wettkampf und Zuständigkeit gedacht. Aber eins nach dem anderen.</p>
<p>Womit sich meiner Erfahrung alle Teams, Gruppen und Abteilungen schwer tun ist die konsequente Trennung von Sammlung und Bewertung. Oft schon vor dem eigentlichen Brainstorming fingerhakeln die Teilnehmer in Gedanken mit möglichen Randbedingungen und Einwendungen. Kaum sind die ersten Ideen auf dem Papier wird diskutiert, anstatt hartnäckig dem Ideenfluss Platz zu lassen. Kommen dazu Spannungen zwischen Teilnehmern oder eine Debatte über das Vorgehen als solches, ist das Brainstorming beendet, bevor es angefangen hat.</p>
<p>Umstellt von Denkverboten, Sachzwängen und Bedenken ist ein kreatives Brainstorming, das etwas grundsätzlich anderes ist als das Abfragen bereits vorliegender Ideen und Gedanken kaum mehr möglich. Das gilt aber auch für andere Methoden! Vor allem für anspruchsvollere. Verschärft wird die Situation mitunter durch eine überzogene Ergebnisorientierung, die zu einer sagenhaften Beschleunigung führt. Kaum ist eine Idee geboren, schaut schon der erste nach, ob sie schon Geld aufs Konto gebracht hat. Wenn nicht, wird sie verworfen. Kreativität geht freilich einen anderen Weg.</p>
<p>Kreativität braucht Zeit. Das ist die in unseren Tagen so teure Investition in neue Ideen. Geben wir uns keine Zeit, entschleunigen wir nicht, haben unsere kreativen Persönlichkeitsanteile gar keine Chance, sich zu formulieren.<br />
Kreativität ist wild. Sie lässt sich nicht einfangen, sozialisieren und funktionalisieren. Eben sowenig machen Kreativitätstechniken wertvolle Ideen nicht zu einem förderbaren Rohstoff, der sich auf Knopfdruck in beliebiger Menge abbauen lässt. In Unternehmen mit sehr restriktiver, sehr konservativer oder wenig fehlertoleranter Kultur ist es daher – bekannter maßen &#8211; mit flammender Kreativität generell schwer, ganz unabhängig von der Methode. </p>
<p>Zudem wird in Kreativ-Workshops der kognitive Verstand nicht konsequent genug des Platzes verwiesen. Zwar nicken alle Teilnehmer überzeugt das Haupt, wenn von linker und rechter Gehirnhälfte etc. die Rede ist. Doch nur, um anschließend gleich so weiter zu machen, wie bisher. Hier fehlt vielen Moderatoren einfach das Knowhow, wie man bei den Teilnehmern Bewusstsein und Wahrnehmung so moduliert, dass der kreativer Schaffensprozess produktiver wird.</p>
<p>Oft werden Brainstormings von jener Person moderiert, die selbst die Ideen für eine Aufgabenstellung oder Problem sucht. Die Gefahr ist groß, der Rolle eines unabhängigen Moderators nicht gerecht zu werden. Die persönliche Erwartungshaltung und möglicher Leidens- oder Erfolgsdruck dazu führen, zu viel und vor allem abträglichen Einfluss auf den kreativen Schaffensprozess zu nehmen. Als Moderator muss man den kreativen Fluss der Gruppen in Gang bringen, auf die Einhaltung der Regeln achten und ein positives Klima der Kreativität und Offenheit schaffen.</p>
<p>Drehen wir die Sache also mal um:</p>
<p>Trennen Sie Sammlung und Bewertung!<br />
Nur die Idee, die auf dem Tisch liegt, kann auch bewertet werden. Unterschätzen Sie zudem nicht den Effekt, das „eine Idee die nächste gibt“. Ein lauwarmer Beitrag kann woanders frische Impulse auslösen! Benennen Sie 2 oder 3 Teilnehmer, streng darauf zu achten, dass nicht diskutiert wird. Wählen Sie dazu diejenigen aus, die sich damit am schwersten tun. Das klapp! Allen muss klar sein, dass es nur darum geht, diese Regel die kommenden 25 bis 30 Minuten auszuhalten. Das entlastet.</p>
<p>Bitten Sie jemand anderen, zu moderieren<br />
Moderieren Sie nicht selber, wenn Sie mittels eines Brainstormings nach Input suchen. Sie selbst sind zu hungrig, zu nah dran.  Der Moderator selbst achtet auf den Schaffensprozess. Er muss und soll keine Beiträge liefern. Nehmen sie denjenigen als Moderator, der auf Parties und Feiern gerne den Löwen macht. Das verspricht ein ausgelasseneres Klima als wenn sie irgendeinen Staubwedel vorne hin stellen.</p>
<p>Genehmigen Sie sich 30 Minuten Unsinn<br />
Unsinn ist nicht ohne Sinn. Unsinn machen schließt Fehler machen mit ein und führt weg vom analytischen Verstand hin zur viel kreativeren Ader und des Spiels der Intuition. Nach den 30 Minuten dürfen Sie ja wieder bierernst sein.</p>
<p>Erweitern Sie ihr Repertoir<br />
Eine der Schlüsselfragen ist, wie Sie die Gruppe in einen kreativen Zustand bekommen, den kreativen Ideenfluss in Gang bekommen. Ich setze dazu erfolgreich Spiele und Übungen aus den Bereichen Lachyoga, Improtheater oder aus Clownworkshops ein. Es geht aber auch viel einfacher: Kennen Sie keine einfachen Partyspiele? Vor der Kreativ-Session eine Runde gespielt wirkt wunder! Vielleicht werden Sie beim ersten mal merken, wie schwer das sein kann, die Kolleginnen und Kollegen dazu zu bringen, mit zu machen. Aber genau dieser Widerstand, diese Hemmung , diese Angst vor dem Ausbruch aus gewohntem Verhalten ist es, die den kreativsten Ideen im Wege stehen.</p>
<p>Wenn Sie das beherzigen und umsetzen, haben Sie schon enorm gewonnen. Dann klappt es auch mit dem Brainstorming.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/ist-das-brainstorming-tot/2128/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schon mal ein Pulverfass ausgebrütet?</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/schon-mal-ein-pulverfass-ausgebrutet/1822</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/schon-mal-ein-pulverfass-ausgebrutet/1822#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 21:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Brandflecken]]></category>
		<category><![CDATA[Deeskalation]]></category>
		<category><![CDATA[empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Frustration]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskräftetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Hühnereier]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktgespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktpotenzial]]></category>
		<category><![CDATA[Konfrontation]]></category>
		<category><![CDATA[Pulverfass]]></category>
		<category><![CDATA[unfähige Führungskräfte]]></category>
		<category><![CDATA[zuhören]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=1822</guid>
		<description><![CDATA[So ein ausgewachsener Konflikt ist schon etwas feines. Finden Sie nicht? Doch, ich schon. Wir haben viel zu wenig davon. Wenn es so richtig knirscht oder gar kracht, ist jedem klar, dass es etwas zu klären gibt. Das ist einer der Vorteile.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Revolution in Ägypten, Umsturz in Tunesien, Unruhen in Algerien, Kämpfe in Libyen &#8211; harte Zeiten für Diktatoren in Nordafrika. Ein Gespenst geht um &#8211; Machthaber in aller Welt fürchten den Aufstand, schnell koordiniert via Facebook, Twitter und Co. Wie im Großen, so im Kleinen: &#8220;besitzt&#8221; nicht jeder von uns ein Pulverfass? Nein? Sie nicht? Wenn Sie meinen&#8230;</p>
<p></strong><img class="alignnone size-full wp-image-2001" title="Schrei ins Ohr" src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/02/schrei.jpg" alt="" width="400" height="235" /></p>
<p>So ein ausgewachsener Konflikt ist schon etwas Feines (zur Klarheit: Gewalt oder gar Verletzte und Tote etc. sind gar nichts Feines, das ist hier nicht gemeint). Finden Sie nicht? Doch, ich schon. Wir haben viel zu wenig davon. Wenn es so richtig knirscht oder gar kracht, ist jedem klar, dass es etwas zu klären gibt. Das ist einer der Vorteile.</p>
<p>Ob es dann auch geklärt wird, ist natürlich eine andere Frage. Da gehört mitunter noch manches Öl ins Feuer, damit ein Konflikt nicht vorzeitig unterm Teppich landet. Gäbe ja sonst häßliche Brandflecken. Bei Hühnereiern ist das so: Wenn man lange genug darauf sitzen bleibt, damit sie schön warm bleiben, kommt etwas lebendiges raus. Bei Konflikten ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass das Aus sitzen etwas lebendiges hervorbringt; genau wie bei Lorbeeren, auf denen mancher Zeitgenosse genüsslich herum brütet. Da hilft es auch nichts, wenn man eine ausgetüftelte Nachfolgeregelung erfindet, wer nach dem Ableben des Lorbeer-Erwerbers eben jene weiter bebrütet.</p>
<p>Aber ich schweife ab. Das Gegenteil von Konflikt ist? &#8211; Nein, eben nicht!<br />
<span id="more-1822"></span><br />
Keinen Konflikt zu haben, in dem es vielleicht schon gut hör- und sichtbar knirscht oder gar kracht, bedeutet nicht die Abwesenheit von Konfliktpotenzial. Das ist das Gemeine daran. Man sitzt eben manchmal auf einem Pulverfass, ohne es zu ahnen. Ob wissentlich oder nicht, auch Pulverfässer lassen sich nicht ausbrüten, auch wenn sie ein mitunter sehr reges Innenleben haben, was sie von Lorbeerkränzen unterscheidet.</p>
<p>Und nun zur Sache:<br />
Für all jene unter Ihnen, liebe Leser, die sich immer wieder von Pulverfässern überrascht sehen, hier nun der neuerlich Hinweis, peinlich auf den Zustand der Lunte zu achten! Zeigt sich die Lunte hell gelb leuchtend, vielleicht auch dampfend und zischend, ist Gefahr in Verzug. Merken Sie sich das! In diesem Zustand des langsamen Dahinscheidens kennt diese nur noch ein Ziel, nämlich ihren Zweck zu erfüllen und so ihrem Leben einen Sinn zu geben. Und damit wird sie nicht bis zum nächsten Meeting, TOP Sonstiges, warten! Das tun nur Zündschnüre, die schon etwas nass geworden ist.</p>
<p>Und noch eins: Versuchen Sie nicht, die Lunte auszuquatschen, indem Sie versuchen zu relativieren oder sie zu einer Pause animieren suchen. Glauben Sie mir, die Lunte nimmt ihre Bestimmung sehr ernst. Sie können natürlich jetzt zusehen, wie das Flämmchen unter Ihrem Allerwertesten verschwindet und hoffen, dass der Knall nicht zu groß wird. Manche Menschen haben ja direkt Spaß an dieser Angsterfahrung. Aber etwas Lebendiges kommt dabei, wie gesagt, nicht vor. Das haben explodierende Pulverfässer so an sich. Anderenfalls machen Sie sich jetzt ganz rasch auf und holen einen großen Eimer Wasser! Könnte sein, dass Sie dabei merken, dass Ihre Beine eingeschlafen sind. Aber dazu später.</p>
<p>Sofern Sie ein sanftes Interesse daran spüren, vielleicht doch dem nächsten Knall zu entgehen, und Ihnen das mit dem Eimer Wasser zu lästig ist, hier ein paar Hinweise auf mögliche Indikatoren. Gehen wir zu dem Beispiel mit der Henne und dem Ei zurück. Wann wird das Küken schlüpfen? Wenn die Henne es ausgebrütet hat. Was muss die Henne dafür tun? NIX! Einfach da sitzen und warten. Höchstens mal ein wenig picken gehen, aber dann schnell zum Gelege zurück. Was heißt das für uns? Je länger wir schon regungslos irgendwo sitzen, desto höher die Knall-Wahrscheinlichkeit.</p>
<p>Wo haben Sie eigentlich ursprünglich Platz genommen? Kommen da viele Menschen vorbei? Werden Sie gelegentlich von denen auch angesprochen? Ja? Treffen die sich gelegentlich auf einem Haufen, um so dies oder jenes zu besprechen? Wenn das auf Sie zutrifft, und Sie nicht gerade unter einer Brücke liegen, dann haben Sie vermutlich ein erhöhtes Pulverfass-Risiko. Rein berufsbedingt schon. Diese Menschen könnten gelegentlich etwas von Ihnen wollen! Wenn Sie dann für diese Menschen nicht erkennbar auf die Ansprache reagieren, werden diese sich versichern, dass mit Ihnen noch alles in Ordnung ist. Das ist dann wie bei Leuten, die regungslos unter der Brücke liegen: erst sanft ansprechen, dann lauter. Kommt nichts, wird dran gerappelt, an der Jacke gezupft. Kommt immer noch keine Reaktion, wird man versuchen, die reglose Person an einen anderen Ort zu verfrachten. Und da kommt das Pulverfass ins Spiel. Während man eine hilflose Person unter der Brücke mittels Bare und Transporter entfernt, könnte dies in Ihrem Fall, na? Genau! Es könnte der recht unsanfte Versuch unternommen werden, Sie per Luftfracht zu befördern. Also der bombensichere Tipp: Sprechen Sie mit den Menschen, die an Ihnen rappeln! Sonst kracht es! Nein, nicht ausquatschen! Zuhören!</p>
<p>Tja so ist das manchmal. Wie war der Spruch vom teuren Führungskräftetraining noch? Wer nicht an sich arbeitet, an dem wird gearbeitet. Aber trösten Sie sich. Aus explodierenden Fässern kommt ja bekanntlich nur Schall und Rauch, gel? Also kein Grund zur Sorge. Schlafen Sie gut! Man wird Sie schon wecken, wenn es Zeit ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/schon-mal-ein-pulverfass-ausgebrutet/1822/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Referenzen auf meiner Xing-Seite</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/referenzen-auf-meiner-xing-seite/1930</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/referenzen-auf-meiner-xing-seite/1930#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 21:08:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen & Bücher & Links]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlung]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Referenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Seminarteilnehmer]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Xing]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=1930</guid>
		<description><![CDATA[Mittlerweile haben sich auf meiner Xing-Seit doch eine Reihe Referenzen gesammelt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile haben sich auf meiner <a href="https://www.xing.com/profile/Rolf_Iven">Xing-Seite</a> doch eine Reihe Referenzen gesammelt:</p>
<p><strong>Viel Souveränität und Kompetenz</strong><br />
&#8220;Mich hat an seiner Arbeit vor allem der Ansatz begeistert, Lachen als Methode der Konfliktlösung einzusetzen. Ein wirklich guter Trainer! Hut ab!&#8221;</p>
<p><strong>Hält, was er verspricht</strong><br />
&#8220;Kreativität &#8211; Vielfalt statt Einfalt&#8221; Der Titel &#8211; sehr vielversprechend &#8211; das Seminar genial &#8211; der Trainer hält was er verspricht!&#8221;</p>
<p><strong>Endloses Repertoire</strong><br />
&#8220;Und ein scheinbar endloses Repertoire an praktischen, z.T. spielerischen, alltagsnahen Umsetzungsmöglichkeiten. So kann effektives Training aussehen. Meine Empfehlung.&#8221;</p>
<p><strong>motivierend, aufrüttelnd und angenehm</strong><br />
&#8220;Kommunikationssicher, einfühlsam, durchsetzungsstark, erfolgreich, teambildend, motivierend, aufrüttelnd und angenehm; halt so wie Training heute sein soll. Einfach klasse, einfach Rolf Iven. Immer wieder gerne!&#8221;</p>
<p><strong>Funktioniert einfach in der Praxis</strong><br />
&#8220;Eine punktgenaue Wiedererkennung der erlernten Situation und der gelernten Techniken machen die Trainings praxisgerecht. Es funktioniert einfach in der Praxis! Jedes Training das ich bis jetzt erlebte war eine Bereicherung für mich.&#8221;</p>
<p><strong>Humor gehört zum Berufsleben</strong><br />
&#8220;Von wegen, Kreativität muss angeboren sein. Rolf bewies mehrfach das Gegenteil. Er zeigte, dass man auch durch verschiedene Techniken ans kreative Ziel kommen kann. Summa summarum, habe ich schon erfolgreich einige Kreativitätstechniken angewandt, die ich in Rolfs Seminar gelernt habe. Und was soll ich sagen? Es hat funktioniert!&#8221;</p>
<p><strong>Begleitung mit Professionalität</strong><br />
&#8220;Im Jahr 2005 war es Zeit, sich Gedanken über den eigenen Weg zu machen und sich neu zu orientieren. Vielen lieben Dank lieber Rolf für Deine Hilfe und Deine Professionalität.&#8221;</p>
<p><strong>Bis in liebevolle Details</strong><br />
&#8220;&#8230; war ein beeindruckendes Erlebnis: Sehr gut geführt, behutsam und verantwortlich. Es hat alles gepasst, von der Organisation über die gesamte Begleitung. Gut durchdacht, vorbereitet und durchgeführt – bis in liebevolle Details. (&#8230;) Für mich ein Erlebniss, das ich nicht missen möchte!&#8221;</p>
<p><strong>Kurzweilig, erfrischend und nachhaltig</strong><br />
&#8220;Statt mit einer riesigen Ladung an trockener Theorie reißt Rolf seine Seminarteilnehmer mit Wortwitz und allerlei kuriosen Aktionen mit. Und dafür, dass das Ausbrechen aus der Routine, Optimismus und eine gehörige Ladung Humor der Schlüssel zu Kreativität und Innovation sind (das zumindest waren meine wichtigsten Erkenntnisse), ist er selbst der lebende Beweis. Ich bin gespannt auf weitere Seminare bei Rolf Iven!&#8221;</p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tr>
<td>
<p>Besuchen Sie mich auf</td>
</tr>
<tr>
<td>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tr>
<td>
<div class="MultiBoxHelp" id="MultiBoxHelp"><a href="http://www.rutschmann.biz" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" target="_blank"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/plugins/wordpress-multibox-plugin/images/help.png" alt="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5"></a></div>
<p><a href="https://www.xing.com/profile/Rolf_Iven"> <img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/03/xing.gif"  alt="Xing" title="Rolf Iven bei Xing" align="absmiddle" / class="wpmb" id="wpmb1"></a></td>
<td><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/themes/RolfIven/images/trans.gif" width="10" height="16" a/></td>
<td>
<div class="MultiBoxHelp" id="MultiBoxHelp"><a href="http://www.rutschmann.biz" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" target="_blank"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/plugins/wordpress-multibox-plugin/images/help.png" alt="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5"></a></div>
<p><a href="http://www.facebook.com/#!/profile.php?id=100001925714783"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/03/facebook.gif"  alt="Facebook" title="Rolf Iven bei Facebook" align="absmiddle" / class="wpmb" id="wpmb2"></a></td>
<td><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/themes/RolfIven/images/trans.gif" width="10" height="16" a/></td>
<td>
<div class="MultiBoxHelp" id="MultiBoxHelp"><a href="http://www.rutschmann.biz" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" target="_blank"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/plugins/wordpress-multibox-plugin/images/help.png" alt="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5"></a></div>
<p><a href="http://twitter.com/#!/RolfIven"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2011/03/twitter.gif"  alt="twitter" title="Rolf Iven bei Twitter" align="absmiddle" / class="wpmb" id="wpmb3"></a></td>
</tr>
</table>
</td>
</tr>
</table>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/referenzen-auf-meiner-xing-seite/1930/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Aufgelesen: &#8220;Tyrannen müssen nicht sein&#8221; von Michael Winterhoff</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/aufgelesen-tyrannen-mussen-nicht-sein-von-michael-winterhoff/1661</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/aufgelesen-tyrannen-mussen-nicht-sein-von-michael-winterhoff/1661#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 10:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Empfehlungen & Bücher & Links]]></category>
		<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=1661</guid>
		<description><![CDATA[In seinem Buch &#8220;Tyrannen müssen nicht sein&#8221; beschreibt Winterhoff Wege und Auswege aus jenen Beziehungsstörungen, die aus Kindern Tyrannen erwachsen lassen. Damit verfolgt er seinen Weg, den er in seinem ersten Buch &#8220;Warum unsere Kinder Tyrannen werden&#8221;, in dem er von der Abschaffung der Kindheit schreibt. Will heißen: Unsere Sicht, die Sicht der Erwachsenen, Eltern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Buch &#8220;Tyrannen müssen nicht sein&#8221; beschreibt Winterhoff Wege und Auswege aus jenen Beziehungsstörungen, die aus Kindern Tyrannen erwachsen lassen. Damit verfolgt er seinen Weg, den er in seinem ersten Buch &#8220;Warum unsere Kinder Tyrannen werden&#8221;, in dem er von der Abschaffung der Kindheit schreibt. Will heißen: Unsere Sicht, die Sicht der Erwachsenen, Eltern, Lehrer, auf Kinder hat sich zum Nachteil verändert. Winterhoff unterscheidet im Wesentlichen drei Modelle.</p>
<p><object width="400" height="324"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9OcuxYlOdGY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9OcuxYlOdGY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="400" height="324"></embed></object></p>
<p>Im Modell &#8220;Das Kind als Partner&#8221; wird dem Kind ein Mitspracherecht eingeräumt und damit implizit eine Verantwortung aufgebürdet, die es nicht tragen kann.</p>
<p>Eltern, die das Modell &#8220;Ich will geliebt werden&#8221; leben, meiden Kritik am Kind, Kontrolle und Korrektur, um die Beziehung zum Kind nicht zu belasten. Durch diese mangelnde Abgrenzung kommt es in der Folge zu Entwicklungen des Kindes, die später in große Schwierigkeiten hinsichtlich der Fähigkeit der Kinder führen, sich in Gruppen zu integrieren und auf Anforderungen hin leistungsbereit zu sein.<br />
<span id="more-1661"></span><br />
Manche Eltern, so Winterhoff, haben sich so stark mit dem eigenen Kind assoziiert, dass sie ihre Sprösslinge behandeln wie den eigenen Arm. So wie von ihrem Arm erwarten diese Eltern auch vom Kind promptes Funktionieren und widerspruchslose Ausführung aller Befehle. Andererseits kann das Kind ja nichts für sein Fehlverhalten, eben genau so wie ein Arm, der seine Befehle empfängt. Das Kind kann also nicht &#8220;Schuld&#8221; sein, Kritik am Kind gerät zur Kritik an den Eltern, die wehement abgeschmettert wird.</p>
<p>Winterhoff sieht Kommunikationsstörungen im Hintergrund des Dilemmas, die schon zwischen Eltern untereinander wie Lehrern untereinander oftmals nicht geeignet funktioniert. Was ist unser Bild von einem Kind? Was meinen wir, wenn wir Kind sagen?</p>
<p>Die genannten Modelle führen zu schwerwiegenden Fehlentwicklungen der Kinder. In diesen Modellen bekommen die Kinder eben nicht, was sie für die gesunde Entwicklung ihrer Persönlichkeit benötigen. Diese, eben Persönlichkeit, bilden Kinder erst ab ca. dem 6. Lebensjahr. Es ist also verfehlt, wenn sich ein vierjähriges Mädchen mit seinem Wunsch nach hohen Schuhen durchsetzt, auf denen es nicht laufen kann, und dies dann als Element einer &#8220;starken Persönlichkeit&#8221; zu sehen.</p>
<p>Tatsächlich sind die Eltern schwach. Sie setzen ihre Verantwortung für die Sicherheit und gesundheitliche Entwicklung des Kindes nicht durch. Denn ein Maß an Anleitung und Übernahme von Entscheidungen wäre hier das Richtige.</p>
<p>Winterhoff sieht in den Entwicklungsstörungen (der Erwachsenen?) die Folgen der beschleunigten Gesellschaft, in der der Einzelne nicht zur Ruhe und damit nicht mehr zu sich selbst findet, in der Aufmerksamkeit wie Anerkennung immer rarer werden. Winterhoff: &#8220;Das System Familie (&#8230;) versagt viel häufiger, als das früher der Fall war, weil keine Einzelschicksale der Hintergrund sind, sondern Massenphänomene.&#8221;</p>
<p>Zu sich selbst zurück finden, über sich selbst reflektieren, das eigene Rollenverständnis klären, Kindern wieder den Schutzraum geben, den sie für ihre Entwicklung brauchen. So etwa sehen die Vorschläge Winterhoffs für den Individualfall aus; politische und gesellschaftliche Instanzen wachrütteln als wichtige Voraussetzung für gesamtgesellschaftliche Veränderung.</p>
<p>Wer also nicht nur über die Kinder von heute meckern und im negativen Sinne staunen will, braucht Zeit für, und ein Nachdenken über sich selbst. Sind wir dafür bereit?</p>
<p>Michael Winterhoff<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3579068997?ie=UTF8&#038;tag=rolivetra-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3579068997">&#8220;Tyrannen müssen nicht sein: Warum Erziehung allein nicht reicht&#8221; bei Amazon</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=rolivetra-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3579068997" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/aufgelesen-tyrannen-mussen-nicht-sein-von-michael-winterhoff/1661/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Beckenrandschwimmer: Prototyp statt Stereotyp</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/der-beckenrandschwimmer/1642</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/der-beckenrandschwimmer/1642#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 15:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Konfliktpotenzial]]></category>
		<category><![CDATA[Konfrontation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktlösung]]></category>
		<category><![CDATA[kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges & Kurioses & Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Tools & Methoden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=1642</guid>
		<description><![CDATA[Backofen-Vorheizer, Sauna-Unten-Sitzer, Landungs-Klatscher, Semmelbrösel-Sortierer: Synonyme für Prototypen? In Konfliktsituationen kann es zur Wahrung der eigenen Integrität und Gelassenheit von Nutzen sein, den Konfliktpartner als Prototypen statt als Stereotypen zu sehen. Schließlich sind nicht alle Menschen immer schlecht! Anhand von für uns hervorstechenden Merkmalen bekommt unser Gegenüber einen Spitznamen verpasst: Effizienzdrängler, An-alle-Denker, Bremse-Treter etc. Auch persönliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="MultiBoxHelp" id="MultiBoxHelp"><a href="http://www.rutschmann.biz" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" target="_blank"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/plugins/wordpress-multibox-plugin/images/help.png" alt="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5" title="powered by WordPress Multibox Plugin v1.3.5"></a></div>
<p><a href="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2009/08/Beckenrandschwimmer.jpg"  class="wpmb" id="wpmb5"><img src="http://www.rolf-iven.com/wp-content/uploads/2009/08/Beckenrandschwimmer.jpg" alt="Beckenrandschwimmer" title="Beckenrandschwimmer" width="400" height="162" class="alignleft size-full wp-image-1643" /></a>Backofen-Vorheizer, Sauna-Unten-Sitzer, Landungs-Klatscher, Semmelbrösel-Sortierer: Synonyme für Prototypen?</p>
<p>In Konfliktsituationen kann es zur Wahrung der eigenen Integrität und Gelassenheit von Nutzen sein, den Konfliktpartner als Prototypen statt als Stereotypen zu sehen. Schließlich sind nicht alle Menschen immer schlecht!</p>
<p>Anhand von für uns hervorstechenden Merkmalen bekommt unser Gegenüber einen Spitznamen verpasst: Effizienzdrängler, An-alle-Denker, Bremse-Treter etc. Auch persönliche Merkmale können aufs Korn genommen werden: Langhaar, Schreibtischwühler, Hektik-Fan, Alles-Hinterfrager, Doppeltkontrollierer, das wandelnde schlechte Gewissen&#8230;<br />
<span id="more-1642"></span><br />
All zu leicht lassen wir uns in mancher Konfliktsituation zu wenig hilfreichen Verallgemeinerungen hinreißen: Beamte, Lehrer, Raser, Ausländer, Ökos etc. Viel häufiger bedienen wir uns aber ein paar weniger Körperteile oder Anleihen aus der Tierwelt. Schnell geht jetzt eine Schublade auf, der meist wenig Hilfreiches entspringt. Generalisierung nennt der NLPler diesen Vorgang, mit dem unser Gehirn uns an anderer Stelle das Leben sehr vereinfacht. So müssen wir nicht jedes mal neu lernen, wie eine Türklinke zu bedienen oder eine Schraube fest zu ziehen ist. Kleine Veränderungen führen allerdings zum Scheitern des Standard-Programms, etwa dann, wenn man über Kopf eine Schraube fest drehen will oder aus der Türklinke ein Drehgriff wird, dem man nicht mehr ansieht, ob man ihn drehen oder einfach nur drücken muss.</p>
<p>Kleines Schmankerls aus Bayern: der einmalige Gerhard Polt poltert &#8211; so wird geflucht (nicht ganz politisch korrekt)<br />
<object width="400" height="100"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/e2Qpmie5Gd0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/e2Qpmie5Gd0&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;color1=0x006699&#038;color2=0x54abd6" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="400" height="324"></embed></object></p>
<p>Konfliktsituationen bedeuten Stress. Unter Stress greift unser Gehirn auf &#8220;bewährte&#8221; Standard-Programme in Standard-Schubladen zurück. Bewährt heißt dabei im besten steinzeitlichen Sinne das leibliche Überleben sichern. Diesen reflexartigen Griff unseres Stammhirns zum Standard-Konfliktprogramm kann man kaum unterbinden. Unweigerlich schießt Adrenalin ins Blut, Automatismen übernehmen die Regie, unser Unterbewusstsein bläst zum Angriff, bevor unser Verstand kontrollierend eingreifen kann. </p>
<p>Viel leichter ist es, diesen unweigerlichen Griff auf eine andere Schublade mit weit effizienteren und angemesseneren Handlungsweisen umzulenken. Genau hier setzt die Spitznamen-Methode an: Im Laufe unseres Lebens werden Handlungsmuster in einem speziellen Bereich unseres Gehirns gespeichert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Handlungsmuster selbst durchlebt, uns in unserer Fantasie nur vorgestellt oder im Film gesehen haben. Aus diesem Vorratspool an Handlungsmöglichkeiten bedienen wir uns. Was aber offensichtlich fehlt, sind konkrete Vorstellungen davon, wie wir Konfliktlösung mit Affen, Schweinen, Schlickrutschern oder Kamelen betreiben. Denn das haben wir nirgendwo gesehen oder anderweitig wahrgenommen, folglich also nicht gespeichert. Kaum jemand wird sich ausgemalt haben, wie ein Palaver mit einem Vierbeiner wohl im Detail aussehen könnte. Gleiches gilt für den Umgang mit Körperteilen.</p>
<p>Je mehr wir uns also selbst suggerieren, wir hätten es mit einem Tier etc. zu tun, um so mehr manövrieren wir uns selbst ins Aus: es sind schlicht keine Handlungsmuster für solche Fälle abgespeichert! Das Spektrum an Handlungsalternativen schwindet dahin, mögliche Lösungen verliert man aus dem Blickfeld. Unser Einfühlungsvermögen leidet, eine wichtige Voraussetzung zur partnerschaftlichen Führung von Konfliktgesprächen.</p>
<p>Suggerieren wir uns selbst, es handle sich um einen Schattenparker oder Duschgelvorwärmer, geben wir unserem Unterbewusstsein in der Suche nach einem geeigneten Verhalten eine wesentlich konstruktivere Richtung: Wir schauen genauer hin, erkennen mögliche Bedürfnisse unseres Kontrahenten und können leichter  jenes Maß an Nähe und Distanz herstellen, das uns handlungsfähig hält und Sicherheit gibt.</p>
<p>Natürlich sollten sie es tunlichst unterlassen, ihren Gesprächspartner über ihre Wortschöpfung zu informieren oder gar bei Kollegen damit zu punkten. Behalten sie es für sich. Nutzen sie ihre so angekurbelte Kreativität, um zu verblüffenden Lösungen zu kommen &#8211; und vor allem, den Humor zu bewahren. Viel Spaß beim Ausprobieren!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/der-beckenrandschwimmer/1642/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Zehn-Finger-Skala der schwierigen Menschen</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/die-zehn-finger-skala-der-schwierigen-menschen/1540</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/die-zehn-finger-skala-der-schwierigen-menschen/1540#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 13:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsführung]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktlösung]]></category>
		<category><![CDATA[kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/?p=1540</guid>
		<description><![CDATA[Der Titel &#8220;Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen&#8221; ist sicher erklärungsbedürftig: was genau sind schwierige Menschen? Jeder von uns kann zum schwierigen Menschen werden, wenn er nur lange genug falsch genug behandelt wird. Andererseits tun sich ausgemachte Spezialisten schon endlos schwer, verschiedene Persönlichkeitsstörungen diagnostisch zu unterscheiden. Abgesehen davon gibt es in unserer Bevölkerung ca. 2% Psychopaten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel &#8220;<a title="Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen" href="http://www.rolf-iven.com/trainings-uberblick/kreativer-umgang-mit-schwierigen-menschen">Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen</a>&#8221; ist sicher erklärungsbedürftig: was genau sind schwierige Menschen? Jeder von uns kann zum schwierigen Menschen werden, wenn er nur lange genug falsch genug behandelt wird. Andererseits tun sich ausgemachte Spezialisten schon endlos schwer, verschiedene <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung">Persönlichkeitsstörungen</a> diagnostisch zu unterscheiden.</p>
<p>Abgesehen davon gibt es in unserer Bevölkerung ca. 2% Psychopaten, festverdrahtete Bekloppte, die so auf die Welt gekommen sind, so waren und immer so bleiben werden. Und sie leben mitten unter uns: Pädophile in Kindertagesstätten, Zwanghafte in Verwaltungen und dissozial Gestörte in der Politik und dem Top-Management. In einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern sind also im Schnitt schon 20 Psychopaten beschäftigt, ohne dass dies &#8211; als Krankheitsbild &#8211; auffallen muss bzw. vom Fachmann auf den ersten Blick erkannt werden könnte.</p>
<p>Für einen Durchschnittsbürger ist es also recht schwierig, hier zu einem klaren Bild zu kommen. Wohl aber ist er dem Schalten und Walten schwieriger Menschen ausgeliefert und muss mit ihnen klar kommen, wobei Flucht eine ernst zu nehmende Lösung wäre, jedoch nicht immer umsetzbar ist. Das Erkennen, mit wem man es gerade zu tun hat, ist jedoch wichtig für die Entscheidung, wie man sich selbst verhält: Könnte ein offenes Wort die Situation klären? Könnte man mit einer angemessenen Konfrontation zu einem Dialog zurück finden oder sind Selbstschutz und Abgrenzung und begrenzte Kooperationsangebote oder gar Rückzug angezeigt?</p>
<p>Wenn wir mit Sanftheit und betont bindungs- und kooperationsorientiert einem bornierten Menschen begegnen, haben wir in der Regel schon verloren, bevor es richtig los geht. Das Gleiche gilt meines Erachtens auch z.B. für dissozial gestörte Persönlichkeiten.</p>
<p>So suchen wir viel zu lange die Kooperation in Fällen, wo sie nicht zu finden sein wird, und schmeißen die Flinte ins Korn in Fällen, wo mit einem etwas erweiterten Verhaltensrepertoir eine möglicherweise gestörte Kommunikation sich wieder richten lässt.</p>
<p>Die Übergänge vom moralischen, sozialen Menschen über die verschiedenene Abstufungen der schwierigen Menschen bis hin zum Psychopaten sind fließend. Ein Wechsel des soziales Umfeldes kann zum Beispiel sehr schnell zu einer Veränderung im Verhalten von Menschen führen.</p>
<p>Ich nähere mich dem mit einer Zehn-Finger-Skala an:<br />
<span id="more-1540"></span><br />
<strong>0 bis 2 Finger: hach, ist das Leben schön!</strong><br />
Gesunde Kommunikation, Achtsamkeit, Zuwendung und Wertschätzung prägen vorrangig die Beziehung. Man nimmt sich gegenseitig wahr. Aufkommende Konflikte werden thematisiert und nicht dramatisiert. Gelegentliche Ungereimtheiten können mittels <a title="Umgang mit schwierigen Menschen: Methode &quot;Hinterfragen&quot;" href="http://www.rolf-iven.com/umgang-mit-schwierigen-menschen-methode-hinterfragen/117">hinterfragen</a> geklärt werden. Eigene Ziele und Gemeinsamkeit werden abgewogen. Hach, ist das Leben schön&#8230;</p>
<p><strong>3 bis 4 Finger: Standard-Business-Applikation</strong><br />
Hier ist Achtsamkeit und Gemeinsamkeit schon dünner gesät. Im Zweifelsfall werden die eigenen Ziele favorisiert, wenn es nicht besonders auffällt, zum Nachteil anderer oder der Firma, in der man arbeitet. Sicher, man fragt nach, ob man was vom Bäcker mitbringen soll, macht bei Team-Events fleißig mit etc., aber hier und da etwas rum manipulieren gehört zum Umgang. Bei aufkommenden Konflikten wird eine Abwägungsprozedur durchlaufen, bevor sich zu einem bestimmten Handeln entschlossen wird: Ist der Konflikt von Nutzen für mich? Wenn ja, kann ich ihn politisch korrekt anheizen? Wenn nein, schadet mir der Konflikt? Und so fort. Hier ist man schon in latentem Stress, da man ständig aufpassen muss, was gerade angesagt ist.</p>
<p>In dieser Kategorie findet man schwierige Menschen, denen man mit bestimmten Gesprächstechniken und verhaltensorientierten Ansätzen noch beikommen kann. Gelegentlich stellen sich auch Veränderungen ein, und unser Gegenüber kehrt zu einem ausgewogeneren Verhalten zurück. Frustrierte zum Beispiel, die ihren Frust einfach irgendwo abladen müssen, oder Ignoranten, Heulsusen, Panzer etc. Diese Menschen halten an einem bestimmten Verhalten fest, da es sich im sozielen Kontext für sie als vorteilhaft erwiesen hat. Es gilt der Spruch von Wilhelm Busch: Wirkt der Mensch gleich wie verwandelt, wird er erst als Mensch behandelt!</p>
<p><strong>5 bis 6 Finger: kritische Business-Applikation und soziale Autisten</strong><br />
Hier wird immer zunächst hinterfragt: was will er jetzt, warum sagt er das gerade jetzt, so, und zu mir, welche Ziele werden verfolgt, welches Verhalten erwartet. Vielleicht haben diese Menschen noch nicht durchweg Schlechtes im Sinn, aber ihr Verhalten macht den Umgang schwierig. Man wird gelegentlich unterbrochen und kann nicht ausreden, Ideen und Vorschläge werden einseitig betrachte (ähh.. der schon wieder, war ja klar..), der Gesprächspartner wird nicht mehr als Mensch, sondern als funktionalisiertes Etwas mit Rechten und Pflichten gesehen (Kunden, die man so und so behandeln muss, Mitarbeiter, die man so und so führen muss, Vorgesetzte, die man so und so manipulieren muss..) Etwa so, wie wir im Strassenverkehr andere Autos wahrnehmen: wir sehen nuch noch die Hülle, die Blinker, Lichter etc., sehen aber nicht mehr &#8220;hinein&#8221;. Das erzeugt eine Distanz, aus der aufkommende Konflikte nur noch schwer thematisiert und konsensorientiert betrachtet werden können, da eben diese Distanz das Wissen um die beteiligten Konfliktparteien verloren gegangen ist. Statt desse gibt es einen Workaround: Mitarbeiter deligieren zurück, Führungskräfte sagen an, wie es zu gehen hat.</p>
<p>In Partnerschaften ist das nicht anders. Hier ist lediglich entscheident, welcher Partner das Duell um die Macht für sich entschieden hat.</p>
<p>Die schwierigen Menschen dieser Kategorie sind schon weit gekommen und sehr erfahren. Ihre Hauptstrategie: den Gegner zermürben, auf das eigene Niveau herunter holen und dort mit Erfahrung und Ausdauer schlagen. Sie halten mit Nachdruck an ihrem Verhalten fest, was zur Desillusionierung und Lähmung des Gegners führt. Ein Großteil unserer Energie und Aufmerksamkeit geht schon durch Selbstschutz und Wahrung der eigenen Integrität drauf. Wer darüber hinaus noch Gesprächstechniken (<a title="Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: &quot;Methode Nebeln&quot;" href="http://www.rolf-iven.com/kreativer-umgang-mit-schwierigen-menschen-methode-nebeln/281">Nebeln</a> oder <a title="Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: &quot;Hintertreppentechnik&quot;" href="http://www.rolf-iven.com/kreativer-umgang-mit-schwierigen-menschen-hintertreppentechnik/296">Hintertreppentechnik</a>) in Ansatz bringen will, muss selber schon ziemlich trainiert sein und echte Nehmerqualitäten ausweisen.</p>
<p>Stress pur. Hier gehen enorme Energien und die Lust am Leben verloren. Neurologen haben <a title="Buchempfehlung &quot;Prinzip Menschlichkeit&quot;" href="http://www.rolf-iven.com/aufgelesen-buchempfehlung-prinzip-menschlichkeit/921">nachgewiesen</a>, dass der Aufenthalt in diesem Milieu auf Dauer zu erheblichen gesundheitlichen Schäden, zum Kollaps des körpereigenen Belohnungssystems und ja sogar zum Abschalten bestimmter Gene führen kann. Wir sind also auf dem besten Wege, selber zum &#8220;festverdrahteten Bekloppten&#8221; zu werden.</p>
<p><strong>7 bis 8 Finger: nix wie weg</strong><br />
Menschen, die Gewalt in jeder Form als Mittel nutzen, um eigene Interessen durchzusetzen. Ob die Gewaltanwendung selbst gerechtfertigt und angemessen ist, wird nicht mehr hinterfragt. Es gibt keine Reue, das Ergebnis zählt. Ich will es haben &#8211; ich nehme es mir. In der Regel führt ein entsprechender Sozialisierungsprozess in diese Klasse, was diese Menschen von den 10-Finger-Typen unterscheidet:</p>
<p><strong>9 bis 10 Finger: love it or leave it, but change will never happen</strong><br />
Menschen, die von Geburt an oder über Sozialisierung oder Krankheit zum üblen Zeitgenossen geworden sind. Es hat ebenso wenig Sinn, sich über die Vergesslichkeit Demenzkranker aufzuregen wie über die Gewinnsucht mancher Banker. Hier handelt es sich wie gesagt nicht mehr um schwierige Menschen, sondern um Soziopaten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/die-zehn-finger-skala-der-schwierigen-menschen/1540/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Führen in der Krise: Sklaven treiben leicht gemacht!</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/fuhren-in-der-krise-sklaven-treiben-leicht-gemacht/466</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/fuhren-in-der-krise-sklaven-treiben-leicht-gemacht/466#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 10:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges & Kurioses & Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Aussendienstmitarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[Bits'n Bytes]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Konkurrenzkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Macht]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeiterführung]]></category>
		<category><![CDATA[Mitarbeitermotivation]]></category>
		<category><![CDATA[so Gedanken halt]]></category>
		<category><![CDATA[soziale Autisten]]></category>
		<category><![CDATA[unfähige Führungskräfte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/blog/?p=466</guid>
		<description><![CDATA[Der Wettstreit der Sklaven um die Gunst der grauen Eminenzen ist voll entbrannt. War es in günstigeren Zeiten für Arbeitnehmer recht einfach, die Stelle zu wechseln, zittern sie nun in der Krise zu abertausenden um ihr Einkommen und buhlen um einen Moment der Aufmerksamkeit. Kritik wird nur noch von jenen mit suizidalen Tendenzen gewagt, oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wettstreit der Sklaven um die Gunst der grauen Eminenzen ist voll entbrannt. War es in günstigeren Zeiten für Arbeitnehmer recht einfach, die Stelle zu wechseln, zittern sie nun in der Krise zu abertausenden um ihr Einkommen und buhlen um einen Moment der Aufmerksamkeit. Kritik wird nur noch von jenen mit suizidalen Tendenzen gewagt, oder von jenen, die nichts mehr zu verlieren haben. Aber von denen muss man sich distanzieren, zu groß ist die Gefahr des negativen Imagetransfers, der einen mit in den Abgrund reißen könnte.</p>
<p>Die Anrufe auf unserer Konflikt-Hotline gehen mit den allgemeinen Beobachtungen konform: &#8220;Führen in der Krise&#8221; bedeutet für manche Führungskraft die Reanimation von steinzeitlichen Führungsmethoden. Das geflügelte Wort, den Mitarbeitern die Reibungswärme beim über-den-Tisch-ziehen als Nestwärme zu verkaufen &#8211; diese Mühe muss sich dieser Tage keine Führungskraft mehr machen. Offensichtlich wurden nicht nur Milliarden Euro an der Börse, sondern auch in Führungskräfte-Trainings verbrannt.</p>
<p>Für mich persönlich war es ein ergreifendes Erlebnis zu sehen, wie auf einer Regionaltagung von Aussendienstmitarbeitern die Hacken zusammen geschlagen wurden, wenn nur der Name des Vertriebsleiters fiel. Er musste noch nicht einmal persönlich anwesend sein, um die Mitarbeiter in kooperativ-motivierte Hektik verfallen zu lassen: &#8220;Hat Herr Dr. Müller das schon final freigegeben??&#8221;</p>
<p>Gelegentlich einen Sklaven öffentlich zu opfern gehört in diesen Chefetagen ebenso zum Standardrepertoire wie das flegelhafte Übertreten von Regeln, die man am besten vorher selbst aufgestellt hat. Das zeigt Macht und den klaren Willen zur Führung. Wenn Sie das als Führungskraft auch erreichen wollen, hier noch ein paar Tips, die Ihnen dabei einen guten Dienst erweisen werden:</p>
<p><span id="more-466"></span><strong>1. Lassen Sie unklar, was Sie erreichen wollen</strong><br />
Das schützt Sie davor, an den eigenen Vorgaben messbar zu werden und beflügelt die Kreativität Ihrer Mitarbeiter darin, dieses Vakuum zu füllen. Auch das eindeutigst formulierte Ziel bietet Interpretationsraum &#8211; nutzen Sie ihn! Sie werden sehen, schon bald werden die ersten Mitarbeiter in vorauseilendem Gehorsam mit Vorschlägen und Aktivitäten aufwarten, aus denen Sie sich nur noch die besten Ideen raussuchen müssen. Die unbrauchbaren Ideen können Sie ebenfalls nutzen (s.u.).</p>
<p><strong>2. Lassen Sie motiviete Mitarbeiter scheitern</strong><br />
Nehmen Sie eine der sinnlosen Ideen (s.o.) und lassen Sie einen motivierten Mitarbeiter darauf los. Wichtig: Lassen Sie sich nicht anmerken, dass Sie von der Idee nichts halten! Streuen Sie erste Zweifel erst später und ganz vorsichtig. Ihr Mitarbeiter wird seine Anstrengungen verstärken, und Sie haben die Hintertür für Ihren schadlosen Abgang geöffnet. Warten Sie noch mit dem Todesstoß, Sie können so herausfinden, wozu Ihr Mitarbeiter einmal fähig war, denn er wird es vermutlich kein zweites mal leisten. Aber Sie können sich sicher sein, einen möglicherweise unangenehmen Überflieger eingefangen zu haben.</p>
<p><strong>3. Betreiben Sie präventive Konflikteskalation</strong><br />
Nehmen Sie es wörtlich: keine Meldung ist auch keine Meldung &#8211; Beachtung verstärkt! Möglicherweise gibt es Mitarbeiter, die sich angesichts Ihrer Macht darauf verlegen, eher aus dem Hintergrund zu agieren oder einfach darauf warten, es Ihnen heim zu zahlen. Räuchern Sie diese Nester aus, indem Sie beifläufig Bemerkungen fallen lassen, etwa: &#8220;Haben Sie auch davon gehört, Frau Meier soll zu Hause Schwierigkeiten haben?! Also, ich finde, sie macht einen guten Job, ich kann kein Defizit feststellen! Ich mag Frau Meier.&#8221;<br />
Kaum jemand kann sich diesem Würgegriff entziehen: Sie haben die Neid-Hunde los gelassen und auch gleich gezeigt, wo sie zubeißen sollen. Den Rest erledigen die Kollegen oder die Gleichstellungsbeauftragte in endlosen Gesprächen (nutzen Sie hier wieder 1. (s.o.)).</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/fuhren-in-der-krise-sklaven-treiben-leicht-gemacht/466/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Du bist Hure</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/du-bist-hure/432</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/du-bist-hure/432#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 12:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktgespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Lustiges & Kurioses & Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
		<category><![CDATA[Bits'n Bytes]]></category>
		<category><![CDATA[DSDS]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt an Schulen]]></category>
		<category><![CDATA[Guinness & Co.]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Konfliktlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Nervenzusammenbruch]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>
		<category><![CDATA[SAT1]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schulpsychologen]]></category>
		<category><![CDATA[so Gedanken halt]]></category>
		<category><![CDATA[Winnenden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/blog/?p=432</guid>
		<description><![CDATA[Da stellen sich junge Menschen vor einem Millionenpublikum auf die Bühne und lassen sich auf das Übelste rund machen (DSDS). Anschließend sorgen hinter der Bühne Psychologen dafür, dass diese Menschen sich nicht selbst umbringen oder einen Nervenzusammenbruch erleiden. Das ganze ist freiwillig. Weniger freiwillig ist der Besuch an mancher Schule. Hier werden Schüler von überforderten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da stellen sich junge Menschen vor einem Millionenpublikum auf die Bühne und lassen sich auf das Übelste rund machen (DSDS). Anschließend sorgen hinter der Bühne Psychologen dafür, dass diese Menschen sich nicht selbst umbringen oder einen Nervenzusammenbruch erleiden. Das ganze ist freiwillig.</p>
<p>Weniger freiwillig ist der Besuch an mancher Schule. Hier werden Schüler von überforderten Lehrkräften im zwischenmenschlichen Bereich alleine gelassen und von Schulkameraden deformiert. Schulpsychologen sollen anschließend Amokläufe und eskalierende Gewalt vehindern.</p>
<p>Mehr solcher Schulpsychologen sollen nun noch mehr Gewalt und Amokläufe verhindern. Die sonstigen Beteiligten setzen das Spiel und ihr Verhalten fort. Dank mehr Schulpsychologen kann nun noch mehr aufeinander eingedroschen werden. Was soll das?</p>
<p><img src="http://www.rolf-iven.com/blog/wp-content/uploads/2009/03/dubisthure.jpg" alt="du bist hure" title="du bist hure" width="400" height="90" class="alignleft size-full wp-image-444" /></p>
<p>&#8220;Du bist Hure!&#8221; stand da auf einem Zettel, den Klassenkameraden einem Schüler in die Tasche gepackt hatten (2. Klasse).<br />
&#8220;Gib mir 10 Euro oder ich schlag dich zusammen!&#8221;, Schutzgelderpressung in der 1. Klasse<br />
An einer Schule wird man 25x schneller Mobbingopfer als in einem Industrieunternehmen. In einem Indistrieunternehmen werden 1/3 aller Beschäftigten im Lauf ihres Berufslebens gemobbt.<br />
Eine WHO-Studie mit 23 000 deutschen Schülern ergab, dass jeder Fünfte an Verhaltensstörungen oder emotionalen Problemen leide. Ebenso viele klagten über psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen oder Einschlafstörungen.<br />
Jedes 2. Kind geht regelmäßig mit Angst zur Schule, jedes 3. Kind braucht Nachhilfe, hat Tinnitus in der 5. Klasse und nimmt bereits in der 8. Klasse Medikamente, die es ohne Schule nicht bräuchte.</p>
<p>Ich kann mich noch gut an einen Fall erinnern, in dem ich selbst als Konfliktberater hinzu gezogen wurde, wo sich ein Team von Schulpsychologen gegenseitig gemobbt hat, eben genau jene, die nach Erfurt angestellt wurden, Mobbing und Gewalt zu verhindern. Sie lesen richtig.</p>
<p>&#8220;Er war ganz normal, unauffällig, es hat keine Anzeichen gegeben.&#8221; So oder ähnlich war es der anfänglichen Berichterstattung über den Amoklauf in Winnenden zu entnehmen. Bis sich raus gestellt hat, das Tim K. 1. an Depressionen litt, und 2., 3., 4. etc.</p>
<p>Was soll das?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/du-bist-hure/432/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: Heulsusen stoppen</title>
		<link>http://www.rolf-iven.com/kreativer-umgang-mit-schwierigen-menschen-heulsusen-stoppen/351</link>
		<comments>http://www.rolf-iven.com/kreativer-umgang-mit-schwierigen-menschen-heulsusen-stoppen/351#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 10:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rolf Iven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus den Trainings]]></category>
		<category><![CDATA[Aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[böse, ganz ganz böse]]></category>
		<category><![CDATA[Fallbeispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Fragetechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächsführung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächstechniken]]></category>
		<category><![CDATA[Heulsusen]]></category>
		<category><![CDATA[Intriganten]]></category>
		<category><![CDATA[Konfrontation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[kreativer Umgang mit schwierigen Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nörgler]]></category>
		<category><![CDATA[Tag hinzufügen]]></category>
		<category><![CDATA[Tools & Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Vielredner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rolf-iven.com/blog/?p=351</guid>
		<description><![CDATA[Es kann richtig gut tun, sich mal auszuheulen, den Gedanken und Gefühlen ungefiltert freien Lauf zu lassen, los zu lassen. Ich wünsche jedem Leser einen Menschen, der dann zuhört. Andererseits gibt es Menschen, die sich mit ihrem offensichtlich ach so trüben Schicksal interessant machen möchten, die kein Ende finden. Schließlich endet es im &#8220;Ja, aber..&#8221;-Spiel. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-358" title="Heulsuse" src="http://www.rolf-iven.com/blog/wp-content/uploads/2009/03/mg_4829.jpg" alt="Heulsuse" width="400" height="271" /></p>
<p>Es kann richtig gut tun, sich mal auszuheulen, den Gedanken und Gefühlen ungefiltert freien Lauf zu lassen, los zu lassen. Ich wünsche jedem Leser einen Menschen, der dann zuhört.</p>
<p>Andererseits gibt es Menschen, die sich mit ihrem offensichtlich ach so trüben Schicksal interessant machen möchten, die kein Ende finden. Schließlich endet es im &#8220;Ja, aber..&#8221;-Spiel. Will heißen: wir unterbreiten einen Vorschlag, eine Idee nach der anderen, und unser Gegenüber hat immer einen Grund parat, warum genau das nicht geht, bereits schon erfolglos versucht wurde etc. und überhaupt. Heulsusen also, klasse Schauspieler obendrein.</p>
<p>Machmal bin ich mir auch nicht sicher, wen ich da vor mir habe, denn es gibt ja auch die Möglichkeit, dass sich jemand in epischer Breite über seine Kollegen eschoffiert, es eigentlich aber um etwas ganz anderes geht, z.B. das gestörte Verhältnis zum Lebensgefährten/tin oder ähnliches. Ein Stellvertreterkrieg also.</p>
<p><strong>Es gibt eine einfache Frage, mit der Sie die Spreu vom Weizen trennen können: &#8220;Was ist das Schlimmste daran?&#8221;</strong></p>
<p><span id="more-351"></span>Kommt Ihr Gegenüber in etwa auf den Punkt, stellen Sie genau diese Frage: &#8220;Was ist das Schlimmste daran?&#8221; Achten Sie genau auf alle Reaktionen Ihres Gesprächspartners, Änderung der Körperhaltung, Gesichtsausdruck, Länge der Sprechpause, bis die Antwort kommt.</p>
<p><strong>In der Hauptsache, so meine Erfahrung, gibt es drei verschiedene Antworttypen:</strong><br />
1. Antwort mit der Gegenfrage: &#8220;Was soll denn die Frage?!&#8221;<br />
Jemandem, der gerne das &#8220;Ja, aber&#8221;-Spiel spielen möchte, passt das gar nicht in den Kram, denn Sie haben soeben das Spiel beendet. Eine Heulsuse also. Die Heulsuse wird sich jetzt anschicken, das Feld zu räumen, da sie angesichts einer solch unverschämten und unsensiblen Frage in Ihnen keinen Spielgefährten mehr sieht. Schließlich sollen Sie Verständnis haben, und nicht noch alles schlimmer machen!</p>
<p>2. Antwort mit der Gegenfrage: &#8220;Wie? Was? Was meinst Du damit? Ja eben das &#8230;&#8221;<br />
Ihr Gegnüber stutzt, bleibt aber beim Thema, und beginnt, darüber nach zu denken, unternimmt wenigstens den Versuch einer Antwort. In diesem Fall hat Ihr Gegenüber schon einen Leidensdruck, allerdings besteht die Möglichkeit, dass es tatsächlich um ein ganz anderes Thema geht. Das können Sie mit etwas Beobachtung und Einfühlungsvermögen schnell finden.</p>
<p>3. Die Antwort kommt so präzise und schnell wie eine Pistolenkugel<br />
Hier hat jemand genau das Problem, das er beschreibt, leidet darunter und kennt das mit diesem Problem verbundene Gefühl. Kein Spiel, kein Stellvertreterkrieg, alles echt.</p>
<p>Beispiel (schematisch):<br />
Jemand stellt dar, wie inkompetent, moralisch verwerflich, unsozial, profitgierig, heute-so-morgen-so der Vorgesetzte ist.<br />
Frage: &#8220;Was ist das Schlimmste daran?&#8221;</p>
<p>Antwort der Heulsuse: &#8220;Ja, wie! Was soll denn die Frage? Äh, ja also der ist halt so blöd. Naja.&#8221;</p>
<p>Antwort im Stellvertretekrieg: &#8220;Ja, wie, was ist das Schlimmste!? Das der so bescheuert ist! Das hält ja keiner aus! Ich habe schon gedacht, ich schreib mal einen Brief an den XYZ! Jeden Tag was anderes, heute sagt der so, morgen so!&#8221;<br />
&#8220;Du meinst, dieser Widersinn ist so schlimm.&#8221;<br />
&#8220;Ja! Genau! Der Widersinn! Genau! Dieses hin und her! Das könnte alles viel glatter laufen, wenn&#8230; &#8221;</p>
<p>Antwort des wirklich Leidenden: &#8220;Das ich nie das Gefühl habe, was geschafft zu haben! Ich geh abends total kaputt raus und weiß genau, dass ich morgen alles neu machen kann!&#8221;</p>
<p><a href="http://www.rolf-iven.com/trainings.html">Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rolf-iven.com/kreativer-umgang-mit-schwierigen-menschen-heulsusen-stoppen/351/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

