Rolf Iven trainiert Kreativität, Kommunikation und Konfliktlösung
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Beiträge vom März, 2009

Schlagfertigkeit? Konfliktfähigkeit!

Schlagfertigkeit ist sicher ein guter Helfer in mancher Konfrontation. Schlagfertigkeit kann helfen, bewegungsfähig zu bleiben und einen Angriff oder eine Überrumpelung zu kontern.

Steht man allerdings einem “Naturtalent” gegenüber und ist in Sachen Schlagfertigkeit nicht ausreichend trainiert, ist nach der 2., spätestens nach der 3. Angriffswelle Schluss: “Neuen Spruch gelernt, was?!”

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Gespräch vollends entgleist und nur noch pure Durchsetzungsfähigkeit demonstriert wird. Ist man erst in der Gegenangriffs-Falle gelandet, ist das Gespräch beendet. Was kann man tun, um das zu verhindern, vor allem, wenn man in Sachen Schlagfertigkeit nicht richtig sicher ist?

Zunächst kann man sich vergegenwärtigen, dass es gar nicht notwendig ist, schnell und verbal zu antworten. Schlagfertigkeit bedeutet nicht, dass ein Geschwindigkeitsrekord im nass antworten aufgestellt werden muss. Im Gegenteil, je mehr Zeit Sie sich nehmen, um so eher entgehen Sie Ihren Reflexen (Brav-antworten, Gegenangriff- oder Rechtfertigungs-Reflex) und zeigen darüber hinaus auch noch Selbstsicherheit. Wenn verbale Äußerungen nicht Ihr Stil sind, dann können Sie auch mit körpersprachlichen Signalen antworten. Ein Blick, Augenzwinkern, Handbewegungen, sich erst mal die Nase kratzen oder putzen, auch gar keine Reaktion kann helfen, wenn dies bewusst gewählt wird und nicht aus Verlegenheit erfolgt.

Zum anderen ist es in der Regel nicht notwendig, besonders humoristische Spitzenleistungen zu erbringen. Legen Sie sich eine “Patentlösung” für solche Situationen zurecht (Sie werden spüren, wann der Moment gekommen ist). Sie können z. B. erst etwas inne halten, die Nase rümpfen und fragen: “Könnten Sie das noch mal wiederholen?”

Fragen sind grundsätzlich sehr gute und starke Mittel, um forsche Gesprächspartner zu erden. Die einfache Frage “Wie meinen Sie das genau?” wirkt Wunder und besonders gut bei augenscheinlich klaren Statements. Ein Beispiel:
“Sie haben ja gar keine Ahnung!”
“Wie meinen Sie das genau?”
“Ja wie ich es sage: Sie haben keine Ahnung!”
“Ich hab Sie schon gehört, aber – wie meinen Sie das genau?”

Ihr Gegenüber wird nun entweder den Angriff verstärken, z.B. so:
“Sie haben keine Ahnung und sind auch schwer von Begriff, was?”
Das wäre allerdings eine Eskalation, mit der er seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzt. In diesem Fall ist die Frage angebracht, ob die Unterhaltung noch sinnvoll ist, denn es ist möglicherweise ganz gleich, was Sie antworten. Hier will Ihnen möglicherweise jemand ans Leder.

Oder Ihr Gegenüber wird konkreter:
“Ihre Schlussfolgerungen sind völlig abwegig, daran merkt man, dass Sie keine Ahnung haben.”
Jetzt haben Sie Verhandlungs- und Interpretationsmasse, denn über Schlussfolgerungen kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.

Tipp: Benutzen Sie diese Frage zunächst in weniger kritischen Situationen, um sattelfest zu werden. Warten Sie gelassen die Antwort ab, und profitieren Sie von einer alten Weisheit: Wie man Menschen in Widersprüche verwickelt? Einfach ausreden lassen!

Empfohlener Download: “Mittelbayerische Zeitung” über den Trainingsabend “Angriffe Kreativ kontern” vom 18.10.2008

Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)

Dienstag, 31. März 2009 23:58 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Pofalla & Niebel im Streit

Das gehört natürlich hier rein: Pofalla und Niebel zanken sich auf DGB-Tagung. Nicht zur Nachahmung empfohlen.

Dienstag, 31. März 2009 22:31 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Das Brot-Los

Die Mutter: “Peter, iss Dein Brot auf!”
“Ich mag aber kein Brot!”
“Du musst aber Brot essen, damit Du groß und stark wirst!”
“Warum soll ich groß und stark werden?”
“Damit Du Dir Dein täglich Brot verdienen kannst!”
“Aber ich mag doch gar kein Brot!”

Mittwoch, 25. März 2009 8:46 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Führen in der Krise: Sklaven treiben leicht gemacht!

Der Wettstreit der Sklaven um die Gunst der grauen Eminenzen ist voll entbrannt. War es in günstigeren Zeiten für Arbeitnehmer recht einfach, die Stelle zu wechseln, zittern sie nun in der Krise zu abertausenden um ihr Einkommen und buhlen um einen Moment der Aufmerksamkeit. Kritik wird nur noch von jenen mit suizidalen Tendenzen gewagt, oder von jenen, die nichts mehr zu verlieren haben. Aber von denen muss man sich distanzieren, zu groß ist die Gefahr des negativen Imagetransfers, der einen mit in den Abgrund reißen könnte.

Die Anrufe auf unserer Konflikt-Hotline gehen mit den allgemeinen Beobachtungen konform: “Führen in der Krise” bedeutet für manche Führungskraft die Reanimation von steinzeitlichen Führungsmethoden. Das geflügelte Wort, den Mitarbeitern die Reibungswärme beim über-den-Tisch-ziehen als Nestwärme zu verkaufen – diese Mühe muss sich dieser Tage keine Führungskraft mehr machen. Offensichtlich wurden nicht nur Milliarden Euro an der Börse, sondern auch in Führungskräfte-Trainings verbrannt.

Für mich persönlich war es ein ergreifendes Erlebnis zu sehen, wie auf einer Regionaltagung von Aussendienstmitarbeitern die Hacken zusammen geschlagen wurden, wenn nur der Name des Vertriebsleiters fiel. Er musste noch nicht einmal persönlich anwesend sein, um die Mitarbeiter in kooperativ-motivierte Hektik verfallen zu lassen: “Hat Herr Dr. Müller das schon final freigegeben??”

Gelegentlich einen Sklaven öffentlich zu opfern gehört in diesen Chefetagen ebenso zum Standardrepertoire wie das flegelhafte Übertreten von Regeln, die man am besten vorher selbst aufgestellt hat. Das zeigt Macht und den klaren Willen zur Führung. Wenn Sie das als Führungskraft auch erreichen wollen, hier noch ein paar Tips, die Ihnen dabei einen guten Dienst erweisen werden:

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Dienstag, 24. März 2009 11:44 | Kommentare (1) | Tags: , , , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Streitschlichtung macht Schule

Streitschlichter werden an vielen Schulen zunehmend und mit Erfolg eingesetzt. Solang bestimmte Vorraussetzungen gegeben sind, z. B. die am Konflikt beteiligten Schüler freiwillig den Weg zu den Streitschlichtern suchen, können diese speziell ausgewählten und ausgebildeten Jugendlichen anstehende Auseinandersetzungen friedlich beilegen. Im Ergebnis sinkt auch das Gewaltpotenzial und die Zahl der gewalthaften Auseinandersetzungen. Hier ein, wie ich finde, sehr gut gelungenes Beispiel und ein von den Schülern toll gestalteter Film der Realschule in Übach Palenberg:


Samstag, 21. März 2009 12:46 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Luc’s erste Zitrone – einfach nett


Freitag, 20. März 2009 12:02 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Forschungsprojekt “Jugendliche in Deutschland als Opfer und Täter von Gewalt”

Das Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. ist ein unabhängiges, interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut in Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins. Wie in den Medien berichtet wurde vom KFN erstmals in der Bundesrepublik eine repräsentative Befragung zur Jugenkriminalität durchgeführt.

Kurzergebnis: die Zahl der Kriminaldelikte Jugendlicher ist stabil, teils leicht rückläufig. Die ganze Studie als kostenloser PDF-Download finden Sie hier www.kfn.de

Mittwoch, 18. März 2009 10:04 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Du bist Hure

Da stellen sich junge Menschen vor einem Millionenpublikum auf die Bühne und lassen sich auf das Übelste rund machen (DSDS). Anschließend sorgen hinter der Bühne Psychologen dafür, dass diese Menschen sich nicht selbst umbringen oder einen Nervenzusammenbruch erleiden. Das ganze ist freiwillig.

Weniger freiwillig ist der Besuch an mancher Schule. Hier werden Schüler von überforderten Lehrkräften im zwischenmenschlichen Bereich alleine gelassen und von Schulkameraden deformiert. Schulpsychologen sollen anschließend Amokläufe und eskalierende Gewalt vehindern.

Mehr solcher Schulpsychologen sollen nun noch mehr Gewalt und Amokläufe verhindern. Die sonstigen Beteiligten setzen das Spiel und ihr Verhalten fort. Dank mehr Schulpsychologen kann nun noch mehr aufeinander eingedroschen werden. Was soll das?

du bist hure

“Du bist Hure!” stand da auf einem Zettel, den Klassenkameraden einem Schüler in die Tasche gepackt hatten (2. Klasse).
“Gib mir 10 Euro oder ich schlag dich zusammen!”, Schutzgelderpressung in der 1. Klasse
An einer Schule wird man 25x schneller Mobbingopfer als in einem Industrieunternehmen. In einem Indistrieunternehmen werden 1/3 aller Beschäftigten im Lauf ihres Berufslebens gemobbt.
Eine WHO-Studie mit 23 000 deutschen Schülern ergab, dass jeder Fünfte an Verhaltensstörungen oder emotionalen Problemen leide. Ebenso viele klagten über psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen oder Einschlafstörungen.
Jedes 2. Kind geht regelmäßig mit Angst zur Schule, jedes 3. Kind braucht Nachhilfe, hat Tinnitus in der 5. Klasse und nimmt bereits in der 8. Klasse Medikamente, die es ohne Schule nicht bräuchte.

Ich kann mich noch gut an einen Fall erinnern, in dem ich selbst als Konfliktberater hinzu gezogen wurde, wo sich ein Team von Schulpsychologen gegenseitig gemobbt hat, eben genau jene, die nach Erfurt angestellt wurden, Mobbing und Gewalt zu verhindern. Sie lesen richtig.

“Er war ganz normal, unauffällig, es hat keine Anzeichen gegeben.” So oder ähnlich war es der anfänglichen Berichterstattung über den Amoklauf in Winnenden zu entnehmen. Bis sich raus gestellt hat, das Tim K. 1. an Depressionen litt, und 2., 3., 4. etc.

Was soll das?

Montag, 16. März 2009 13:27 | Kommentare (1) | Tags: , , , , , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Mal total was anderes

Dumm aus der Wäsche guckenSo, jetzt mal zu was total anderem. Ein paar Links für diejenigen, die zu viel Zeit oder zu wenig Ideen haben:

Problem bekommen und noch dafür bezahlen: www.needaproblem.com
Wer nicht nur Zeit, sondern auch Geld zu viel hat, kann sich hier welche kaufen, von 5,- bis 50.000,- Euro

Kostenlos obdachlos werden: www.pennergame.de
Wer seine Kohle oben verzockt hat, kann bei diesem Browserspiel, natürlich kostenlos, als Penner im Web glücklich werden; muss Spenden sammeln, um genug Alc kaufen zu können.

Blöde Sprüche und Ausreden: www.kleinebroetchen.de
Wer es machen will wie mancher Manager in diesen Tagen, also absolute Zahlungs- & Ahnungslosigkeit gewinnbringend vermarkten, findet hier die richtige Sprecherziehung. Etwa so in der Art: “Wir instrumentalisieren unsere anspruchsvollen Systemkomponenten, um die positiven Rückmeldungen der ausdifferenzierten Basics einzubetten.”

Viel Spaß dabei!

Donnerstag, 12. März 2009 11:02 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven

Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: Heulsusen stoppen

Heulsuse

Es kann richtig gut tun, sich mal auszuheulen, den Gedanken und Gefühlen ungefiltert freien Lauf zu lassen, los zu lassen. Ich wünsche jedem Leser einen Menschen, der dann zuhört.

Andererseits gibt es Menschen, die sich mit ihrem offensichtlich ach so trüben Schicksal interessant machen möchten, die kein Ende finden. Schließlich endet es im “Ja, aber..”-Spiel. Will heißen: wir unterbreiten einen Vorschlag, eine Idee nach der anderen, und unser Gegenüber hat immer einen Grund parat, warum genau das nicht geht, bereits schon erfolglos versucht wurde etc. und überhaupt. Heulsusen also, klasse Schauspieler obendrein.

Machmal bin ich mir auch nicht sicher, wen ich da vor mir habe, denn es gibt ja auch die Möglichkeit, dass sich jemand in epischer Breite über seine Kollegen eschoffiert, es eigentlich aber um etwas ganz anderes geht, z.B. das gestörte Verhältnis zum Lebensgefährten/tin oder ähnliches. Ein Stellvertreterkrieg also.

Es gibt eine einfache Frage, mit der Sie die Spreu vom Weizen trennen können: “Was ist das Schlimmste daran?”

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Dienstag, 10. März 2009 11:10 | Kommentare (0) | Tags: , , , , , , , , , , , , | Autor: Rolf Iven