Rolf Iven trainiert Kreativität, Kommunikation und Konfliktlösung
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Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: “Methode Nebeln”

Eine probate Methode, Angriffe – ob latent oder frontal – zu kontern, ist das Nebeln. Für den Angreifer wird seine Attacke zum Kampf gegen Windmühlen. Ätsch! Zunge raus!

“Na, da haben Sie wohl nicht alle Fakten gehabt, was?” Solche oder andere als Angriff gemeinte Aussagen  sind in manchen Projektteams oder ganzen Unternehmen an der Tagesordnung. Ebenso häufig tapsen wir in die Rechtfertigung, oder, wenn der Angriff frontal genug ist, gehen wir zum Gegenangriff über – oder beides. Aber haben Sie mal bei starkem Nebel einen Stein auf einen Acker geworfen? So etwa ist das Erfolgserlebnis des Angreifers, wenn Sie auf Rechtfertigungen und Gegenagriffe verzichten und so keine neue Angriffsfläche bieten.

Beispiel:
“Na, da haben Sie wohl nicht alle Fakten gehabt, was?”
Mögliche Antwort:
“Könnte möglich sein – ich habe mich auf das Wesentliche beschränkt.”
Oder:
“Das ist durchaus denkbar, wir werden sehen ob es auch wichtig ist.”

Das Konzept: Die Aussage des Angreifers in eine weit entfernte, verallgemeinerte Möglichkeit ummünzen, welche damit an Gewicht verliert. Der Angreifer muß nun neuen Anlauf nehmen, was auf Dauer sehr ermüdend ist:
1. Angriffswelle: “Na, da haben Sie wohl nicht alle Fakten gehabt, was?”
Mögliche Antwort: “Könnte möglich sein – ich habe mich auf das Wesentliche beschränkt.”
2. Angriffswelle: “Da haben Sie aber was Wesentliches ausgelassen, Ihr Ergebnis ist deshalb total falsch.”
Mögliche Antwort: “Schon möglich, dass nicht alle meine Ergebnisse immer ganz richtig sind – aber meine Ansätze schon. Schauen wir doch mal!”

In den häufigsten Fällen sollte jemand, dem es um die Sache geht, spätestens jetzt von seinem Angriff ablassen und zu Sache zurück kehren. Tut er dies nicht, haben Sie es möglicherweise mit einem Angreifer zu tun, dem es ausschließlich nur um den Agriff, genauer, Ihre Diffamierung oder Bloßstellung geht. Dann sollten Sie eine Entscheidung treffen: hat diese Gespräch noch einen Sinn? Muß ich diese Gespräch führen? Ggf. ist es sinnvoll, zu einer anderen Methode überzugehen: “Hintertreppentechnik”

Wenn Sie statt dessen mal richtig streiten wollen, machen Sie es umgekehrt:
1. was raussuchen, was nicht stimmt und dann
2. voll abschmettern

Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)

Montag, 9. März 2009 14:46 | Kommentare (1) | Thema: Aus den Trainings, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen | Autor: Rolf Iven

“Nein” sagen: Der positive Vorführeffekt
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Eine Vorstandssekretärin litt sehr darunter, dass ihr Vorgesetzter regelmäßig kurz vor Feierabend mit einem Stoß Arbeit zu ihr kam, und um sofortige Erledigung bat. Vielleicht kennen Sie das.

Regelmäßig konnte sie ihre Freizeitplanung über den Haufen werfen und alle Termine absagen. Mittlerweile äußerte sich auch ihr Lebensgefährte und setzte sie unter Druck, sich das nicht mehr gefallen zu lassen.

Im Gespräch stellte sich schnell heraus, dass es ihr grundsätzlich schwer gefallen ist, “Nein” zu sagen. Auch in anderen Lebensbereichen sagte sie immer wieder viel zu schnell zu, nur um sich anschließend über sich selbst zu ärgern.

Sie bekam von mir eine Hausaufgabe auf: über das ganz nächste Wochenende hinweg sollte sie zu allem und jedem “Nein!” sagen. Grundsätzlich und immer. Ihr Lebensgefährte wurde natürlich eingeweiht und gebeten, sie zu unterstützen. Was sie dann tun würde, wäre egal.
Beispiel vom Frühstückstisch:
“Gibst Du mir mal die Butter?!”
“Nein.”
Natürlich könne sie dann die Butter reichen. Es gehe lediglich darum, anstatt reflexhaft “Ja” zu sagen oder es still schweigend einfach zu tun, den Nein-Reflex wieder zum Leben zu erwecken.

Bei unserem nächsten Treffen berichtete sie: “Ein ganzes Wochenende habe ich zu allem “Nein” gesagt. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen. Erst jetzt habe ich bemerkt, wie häufig ich tatsächlich immer wieder “Ja” gesagt hatte! Wir hatten zum Schluss richtig Spass, und mein Lebensgefährte sagte irgendwann ebenfalls nur noch Nein. Zum Schluss frotzelten wir uns gegenseitig an und stellten uns gegenseitig die unsinnigsten Fragen, nur um Nein sagen zu können!

Am Montag darauf war ich fest entschlossen, meinem Chef “Nein!” zu sagen, wenn er wieder mit seinem Stapel vor mir steht und alles sofort erledigt werden soll.

Aber er kam nicht. Am Montag nicht, am Dienstag auch nicht. Ich war richtig enttäuscht! Auch am Mittwoch nichts. Er kommt einfach nicht mehr! Als würde er es instinktiv wissen, dass bei mir nichts mehr zu holen ist.”

Ich: “Aber dann haben Sie doch, was Sie haben wollten!”
Sie: “Ja! Ääh – Nein!!”
Beide lachen.

Mehr davon gibt es im Traing “Kreative Konfliktgespräche” hier

Das Script vom Trainingsabend “Nein sagen!” finden Sie hier hier

Donnerstag, 15. Januar 2009 11:30 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Aus der Praxis, Fallbeispiele, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen, Lustiges & Kurioses & Stories, Medien | Autor: Rolf Iven

Nebeln hilft, sich beim Chef durchzusetzen

Trainingabend “Angriffe kreativ kontern”Artikel aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 18.10.2008

Samstag, 18. Oktober 2008 10:19 | Kommentare (0) | Thema: Medien, PDF Downloads | Autor: Rolf Iven