Rolf Iven trainiert Kreativitt, Kommunikation und Konfliktlsung
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Trainings in Sachen Kreativität Fehlersuche Lösungsfindung

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Schlagfertigkeit? Konfliktfähigkeit!

Schlagfertigkeit ist sicher ein guter Helfer in mancher Konfrontation. Schlagfertigkeit kann helfen, bewegungsfähig zu bleiben und einen Angriff oder eine Überrumpelung zu kontern.

Steht man allerdings einem “Naturtalent” gegenüber und ist in Sachen Schlagfertigkeit nicht ausreichend trainiert, ist nach der 2., spätestens nach der 3. Angriffswelle Schluss: “Neuen Spruch gelernt, was?!”

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass das Gespräch vollends entgleist und nur noch pure Durchsetzungsfähigkeit demonstriert wird. Ist man erst in der Gegenangriffs-Falle gelandet, ist das Gespräch beendet. Was kann man tun, um das zu verhindern, vor allem, wenn man in Sachen Schlagfertigkeit nicht richtig sicher ist?

Zunächst kann man sich vergegenwärtigen, dass es gar nicht notwendig ist, schnell und verbal zu antworten. Schlagfertigkeit bedeutet nicht, dass ein Geschwindigkeitsrekord im nass antworten aufgestellt werden muss. Im Gegenteil, je mehr Zeit Sie sich nehmen, um so eher entgehen Sie Ihren Reflexen (Brav-antworten, Gegenangriff- oder Rechtfertigungs-Reflex) und zeigen darüber hinaus auch noch Selbstsicherheit. Wenn verbale Äußerungen nicht Ihr Stil sind, dann können Sie auch mit körpersprachlichen Signalen antworten. Ein Blick, Augenzwinkern, Handbewegungen, sich erst mal die Nase kratzen oder putzen, auch gar keine Reaktion kann helfen, wenn dies bewusst gewählt wird und nicht aus Verlegenheit erfolgt.

Zum anderen ist es in der Regel nicht notwendig, besonders humoristische Spitzenleistungen zu erbringen. Legen Sie sich eine “Patentlösung” für solche Situationen zurecht (Sie werden spüren, wann der Moment gekommen ist). Sie können z. B. erst etwas inne halten, die Nase rümpfen und fragen: “Könnten Sie das noch mal wiederholen?”

Fragen sind grundsätzlich sehr gute und starke Mittel, um forsche Gesprächspartner zu erden. Die einfache Frage “Wie meinen Sie das genau?” wirkt Wunder und besonders gut bei augenscheinlich klaren Statements. Ein Beispiel:
“Sie haben ja gar keine Ahnung!”
“Wie meinen Sie das genau?”
“Ja wie ich es sage: Sie haben keine Ahnung!”
“Ich hab Sie schon gehört, aber – wie meinen Sie das genau?”

Ihr Gegenüber wird nun entweder den Angriff verstärken, z.B. so:
“Sie haben keine Ahnung und sind auch schwer von Begriff, was?”
Das wäre allerdings eine Eskalation, mit der er seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzt. In diesem Fall ist die Frage angebracht, ob die Unterhaltung noch sinnvoll ist, denn es ist möglicherweise ganz gleich, was Sie antworten. Hier will Ihnen möglicherweise jemand ans Leder.

Oder Ihr Gegenüber wird konkreter:
“Ihre Schlussfolgerungen sind völlig abwegig, daran merkt man, dass Sie keine Ahnung haben.”
Jetzt haben Sie Verhandlungs- und Interpretationsmasse, denn über Schlussfolgerungen kann man immer unterschiedlicher Meinung sein.

Tipp: Benutzen Sie diese Frage zunächst in weniger kritischen Situationen, um sattelfest zu werden. Warten Sie gelassen die Antwort ab, und profitieren Sie von einer alten Weisheit: Wie man Menschen in Widersprüche verwickelt? Einfach ausreden lassen!

Empfohlener Download: “Mittelbayerische Zeitung” über den Trainingsabend “Angriffe Kreativ kontern” vom 18.10.2008

Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)

Dienstag, 31. März 2009 23:58 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Kreative Kommunikation, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen | Autor:

Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: Heulsusen stoppen

Heulsuse

Es kann richtig gut tun, sich mal auszuheulen, den Gedanken und Gefühlen ungefiltert freien Lauf zu lassen, los zu lassen. Ich wünsche jedem Leser einen Menschen, der dann zuhört.

Andererseits gibt es Menschen, die sich mit ihrem offensichtlich ach so trüben Schicksal interessant machen möchten, die kein Ende finden. Schließlich endet es im “Ja, aber..”-Spiel. Will heißen: wir unterbreiten einen Vorschlag, eine Idee nach der anderen, und unser Gegenüber hat immer einen Grund parat, warum genau das nicht geht, bereits schon erfolglos versucht wurde etc. und überhaupt. Heulsusen also, klasse Schauspieler obendrein.

Machmal bin ich mir auch nicht sicher, wen ich da vor mir habe, denn es gibt ja auch die Möglichkeit, dass sich jemand in epischer Breite über seine Kollegen eschoffiert, es eigentlich aber um etwas ganz anderes geht, z.B. das gestörte Verhältnis zum Lebensgefährten/tin oder ähnliches. Ein Stellvertreterkrieg also.

Es gibt eine einfache Frage, mit der Sie die Spreu vom Weizen trennen können: “Was ist das Schlimmste daran?”

[…]

Dienstag, 10. März 2009 11:10 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen | Autor:

Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: “Hintertreppentechnik”

Während eines Gespräches oder einer Präsentation sticht ein Teilnehmer dadurch hervor, dass er an seinem störenden Verhalten festhält. Z.B. ein Angreifer, der es darauf abgesehen hat, Ihnen “die Show zu vermasseln” oder Ähnliches. Sofern Sie einen Angreifer nicht mit der Methode “Nebeln” zur Kooperation bringen, nutzen Sie die Hintertreppe und erlauben Sie demjenigen genau das, was er eh nicht lassen kann oder lassen wird.

Bespiel
Ein Gesprächspartner greift permanent an: “Das können Sie so nicht sagen. Da fehlen Ihnen sicher tiefere Einblicke in das Tagesgeschehen.”
Mögliche Antwort: “Das finde ich gut, dass Sie genau darauf achten, ob meine Vorschläge auch umsetzbar sind. Weiter so! Ich dachte schon, ich müsste das wieder selber machen!” Und weiter im Text, ohne weiter auf das Gesagte einzugehen.

Andere Möglichkeit: “Das finde ich gut, dass Sie sich als Kritiker zur Verfügung stellen. Jetzt fehlt uns nur noch ein Visionär, ein Praktiker und ein Controller. Wer möchte das machen?” In diesem Fall haben Sie die Rollen zugewiesen, sich selbst die Führungsrolle.

Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)

Montag, 9. März 2009 14:47 | Kommentare (1) | Thema: Aus den Trainings, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen | Autor:

Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen: “Methode Nebeln”

Eine probate Methode, Angriffe – ob latent oder frontal – zu kontern, ist das Nebeln. Für den Angreifer wird seine Attacke zum Kampf gegen Windmühlen. Ätsch! Zunge raus!

“Na, da haben Sie wohl nicht alle Fakten gehabt, was?” Solche oder andere als Angriff gemeinte Aussagen  sind in manchen Projektteams oder ganzen Unternehmen an der Tagesordnung. Ebenso häufig tapsen wir in die Rechtfertigung, oder, wenn der Angriff frontal genug ist, gehen wir zum Gegenangriff über – oder beides. Aber haben Sie mal bei starkem Nebel einen Stein auf einen Acker geworfen? So etwa ist das Erfolgserlebnis des Angreifers, wenn Sie auf Rechtfertigungen und Gegenagriffe verzichten und so keine neue Angriffsfläche bieten.

Beispiel:
“Na, da haben Sie wohl nicht alle Fakten gehabt, was?”
Mögliche Antwort:
“Könnte möglich sein – ich habe mich auf das Wesentliche beschränkt.”
Oder:
“Das ist durchaus denkbar, wir werden sehen ob es auch wichtig ist.”

Das Konzept: Die Aussage des Angreifers in eine weit entfernte, verallgemeinerte Möglichkeit ummünzen, welche damit an Gewicht verliert. Der Angreifer muß nun neuen Anlauf nehmen, was auf Dauer sehr ermüdend ist:
1. Angriffswelle: “Na, da haben Sie wohl nicht alle Fakten gehabt, was?”
Mögliche Antwort: “Könnte möglich sein – ich habe mich auf das Wesentliche beschränkt.”
2. Angriffswelle: “Da haben Sie aber was Wesentliches ausgelassen, Ihr Ergebnis ist deshalb total falsch.”
Mögliche Antwort: “Schon möglich, dass nicht alle meine Ergebnisse immer ganz richtig sind – aber meine Ansätze schon. Schauen wir doch mal!”

In den häufigsten Fällen sollte jemand, dem es um die Sache geht, spätestens jetzt von seinem Angriff ablassen und zu Sache zurück kehren. Tut er dies nicht, haben Sie es möglicherweise mit einem Angreifer zu tun, dem es ausschließlich nur um den Agriff, genauer, Ihre Diffamierung oder Bloßstellung geht. Dann sollten Sie eine Entscheidung treffen: hat diese Gespräch noch einen Sinn? Muß ich diese Gespräch führen? Ggf. ist es sinnvoll, zu einer anderen Methode überzugehen: “Hintertreppentechnik”

Wenn Sie statt dessen mal richtig streiten wollen, machen Sie es umgekehrt:
1. was raussuchen, was nicht stimmt und dann
2. voll abschmettern

Mehr davon finden Sie in unseren Trainings (Link: hier klicken)

Montag, 9. März 2009 14:46 | Kommentare (1) | Thema: Aus den Trainings, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen | Autor:

“Nein” sagen: Der positive Vorführeffekt


Eine Vorstandssekretärin litt sehr darunter, dass ihr Vorgesetzter regelmäßig kurz vor Feierabend mit einem Stoß Arbeit zu ihr kam, und um sofortige Erledigung bat. Vielleicht kennen Sie das.

Regelmäßig konnte sie ihre Freizeitplanung über den Haufen werfen und alle Termine absagen. Mittlerweile äußerte sich auch ihr Lebensgefährte und setzte sie unter Druck, sich das nicht mehr gefallen zu lassen.

Im Gespräch stellte sich schnell heraus, dass es ihr grundsätzlich schwer gefallen ist, “Nein” zu sagen. Auch in anderen Lebensbereichen sagte sie immer wieder viel zu schnell zu, nur um sich anschließend über sich selbst zu ärgern.

Sie bekam von mir eine Hausaufgabe auf: über das ganz nächste Wochenende hinweg sollte sie zu allem und jedem “Nein!” sagen. Grundsätzlich und immer. Ihr Lebensgefährte wurde natürlich eingeweiht und gebeten, sie zu unterstützen. Was sie dann tun würde, wäre egal.
Beispiel vom Frühstückstisch:
“Gibst Du mir mal die Butter?!”
“Nein.”
Natürlich könne sie dann die Butter reichen. Es gehe lediglich darum, anstatt reflexhaft “Ja” zu sagen oder es still schweigend einfach zu tun, den Nein-Reflex wieder zum Leben zu erwecken.

Bei unserem nächsten Treffen berichtete sie: “Ein ganzes Wochenende habe ich zu allem “Nein” gesagt. Ich musste mich wirklich daran gewöhnen. Erst jetzt habe ich bemerkt, wie häufig ich tatsächlich immer wieder “Ja” gesagt hatte! Wir hatten zum Schluss richtig Spass, und mein Lebensgefährte sagte irgendwann ebenfalls nur noch Nein. Zum Schluss frotzelten wir uns gegenseitig an und stellten uns gegenseitig die unsinnigsten Fragen, nur um Nein sagen zu können!

Am Montag darauf war ich fest entschlossen, meinem Chef “Nein!” zu sagen, wenn er wieder mit seinem Stapel vor mir steht und alles sofort erledigt werden soll.

Aber er kam nicht. Am Montag nicht, am Dienstag auch nicht. Ich war richtig enttäuscht! Auch am Mittwoch nichts. Er kommt einfach nicht mehr! Als würde er es instinktiv wissen, dass bei mir nichts mehr zu holen ist.”

Ich: “Aber dann haben Sie doch, was Sie haben wollten!”
Sie: “Ja! Ääh – Nein!!”
Beide lachen.

Mehr davon gibt es im Traing “Kreative Konfliktgespräche” hier

Das Script vom Trainingsabend “Nein sagen!” finden Sie hier hier

Donnerstag, 15. Januar 2009 11:30 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Aus der Praxis, Fallbeispiele, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen, Lustiges & Kurioses & Stories, Medien & Fundus | Autor:

Umgang mit schwierigen Menschen: Methode “Hinterfragen”

Hinterfragen passt z.B. bei direkten Angriffen und Beurteilungen, die abwertend klingen und als allgemeingültig hingestellt werden:
„Sie haben aber einen Ton am Leib!“
„Was meinen Sie mit Ton am Leib?“
“Sie Idiot!”
“Sie haben ja garkeine Ahnung”

Beim Hinterfragen gibt es zwei Fragerichtungen:
1. Sie wollen konkretisieren: „Was meinen Sie genau mit… ?„
2. Meinung als subjektive Äußerung entlarven: Was ist Ihrer Meinung nach falsch daran… ?“

Beispiele:
“Sie Idiot!”
“Wie meinen Sie das?”

„Wie kann man nur so einen Blödsinn machen!“
„Was genau ist denn so blödsinnig an dem, was ich gemacht habe?“

„Sowas kann man doch nicht machen!“
„Was ist (Ihrer Meinung nach) falsch daran, so etwas
zu tun?“

Häufig kommt die Frage nach folgendem Konter:
“Sie Idiot!”
“Wie meinen Sie das?”
“So, wie ich es gesagt habe!”

Mögliche Reaktion:
“Ich habe Sie schon gehört, aber erklären Sie es mir!”
“Ja, das haben Sie gesagt – aber was meinen Sie genau mit Idiot?”

Auch wenn “Sie Idiot!” auf den ersten Augenblick eine klare Ansage zu sein scheint – sie ist es nicht! Je konkreter Sie ihr Gegenüber mit Fragen festnageln, desto prägnanter steht der verbale Fehlgriff im Raum. Ihr Gegenüber ist gezwungen, seine Beleidigung zu wiederholen, was im Allgemeinen jedem unangenehm ist, und läuft Gefahr, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Mittwoch, 14. Januar 2009 10:41 | Kommentare (1) | Thema: Aus den Trainings, Aus der Praxis, Fallbeispiele, Kreative Konfliktgespräche, Kreativer Umgang mit schwierigen Menschen | Autor:

Kreativitätstechnik Disney-Technik

Es werden drei Gruppen gebildet: die Träumer, die Realisten und die Kritiker. Unabhängig von einander bearbeiten sie das Thema. In einer anschließenden Moderation (Moderator vorher bestimmen) wird ein Konsens zwischen den Parteien gefunden.

Eine andere Möglichkeit der Anwendung ist es, in einer 2er Gruppe den Träumer, Realist und Kritiker abzuankern in einem Bodenanker (Blatt Papier), um mit Hilfe der Anker und des Begleiters den persönlichen Konsens, Handlungshinweise oder noch bestehende Lücken im Thema zu finden.

Donnerstag, 4. Dezember 2008 15:45 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Kreative Kommunikation, Kreativität | Autor:

Kreativitätstechnik Visuelle Konfrontation

Ein Beispiel:
Mio ging im Park spazieren. Kinder spielten auf dem nassen Rasen Ball. Der Ball rollte über einen Plattenweg und hinterließ eine nasse Spur. Er erfand den Kugelschreiber, der auf diesem Prinzip, einen Strich zu erzeugen, aufbaut.Kugelproduktion: Die Anregung für das Verfahren zur Produktion präziser Kugeln kam dem Erfinder, als er seiner Mutter zusah, wie sie Knödel aus Teig formte.

Pilkington kam die Idee, flüssiges Glas auf einer Zinnschmelze ausfliessen zu lassen (Floatglasverfahren), als er einen Ölfilm auf einem Teich sah.

Kurzbeschreibung:
Der Ablauf der visuellen Konfrontation in der Gruppe folgt den Erkenntnissen aus dem freien kreativen Prozess: Nach der Problemklärung wird zunächst durch Betrachten „softer“ Bilder, begleitet von Entspannungsmusik, Abstand vom Problemthema genommen (Entspannung). Anschließend werden in der Phase der Ideenfindung Bilder unterschiedlichster Alltagssituationen projiziert; sie werden analysiert und daraus Ideen abgeleitet. Die Ideen werden von den Teilnehmern geäußert und durch einen Moderator oder Protokollanten für jeden sichtbar mitgeschrieben.

Ablauf:

Phase I: Klären und Formulieren des Problems
Zunächst ist mit der Gruppe eine Problemklärung durchzuführen und die Aufgabenstellung auf einem Flip-Chart festzuhalten.

In einen Vorab-Brainstorming werden alle „schnellen und alltäglichen Lösungsansätze“ aus den Köpfen „abgeladen“. Eventuell ist die Problemstellung neu zu formulieren, wenn sich nach dem Vorab-Brainstorming herausstellt, dass die Aufgabenstellung nicht richtig verstanden wurde oder sich inzwischen eine andere Sicht des zu lösenden Problems ergeben hat.

Phase II: Entspannen und Verfremden
Zum Verfremden und Entspannen werden ausgesuchte Bilder (Overheadfolien oder Dias) projiziert. Es werden vier bis fünf Motive jeweils ca. eine Minute gezeigt. Zur Unterstützung werden die Bilder mit Instrumentalmusik beruhigender Art untermalt.

Phase III: Generieren von Ideen durch intuitive Konfrontation mit Bildern
In der Phase III werden ohne Musik Bilder mit vielen Einzelelementen gezeigt. Die Teilnehmern beschreiben, was sie sehen, und gehen dann dazu über, aus einzelnen Bildelementen spontane Lösungsideen abzuleiten. Diese Lösungsideen werden auf Flipcharts notiert.
Durch die verbale Kommunikation in der Gruppe entstehen weitere assoziative Lösungsideen. Das bedeutet, dass auch Teilnehmer zur Ideenfindung angeregt werden, die weniger auf die visuelle Stimulation ansprechen.

Tipps und Tricks
In der Phase der Ideenfindung arbeitet die Gruppe solange an einem Bild, bis dieses keine weiteren Anregungen bringt. Dann zeigt der Moderator das nächste Bild. Je nach „Ergiebigkeit“ werden drei bis fünf Bilder bearbeitet. Innerhalb der Methode der visuellen Konfrontation ist keine Bewertung vorgesehen. Es empfiehlt sich aber, eine kurze Bewertung mit der Methode des Punkteklebens direkt anschließend durchzuführen.

Häufig ist bei kreativen Prozessen zu beobachten, dass die Problemlösung angesichts einer problemfremden Anregung stimuliert wird (intuitive Konfrontation). Diese Erkenntnis wird bei den Konfrontationstechniken genutzt.

Donnerstag, 4. Dezember 2008 15:42 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Kreativität | Autor:

Kreativitätstechnik Stille Post

Schreiben Sie Ihr Thema auf einen Zettel, und lassen Sie den Zettel durch die Runde gehen. Fordern Sie jeden Teilnehmer auf
• zu dem Thema spontan einen Begriff zu schreiben
oder
• das Thema mit eigenen Worten neu zu formulieren
oder
• zu dem jeweils letzten Begriff einen neuen Begriff oder auch einen verwandten oder synonymen Begriff zu schreiben.

Auch diese Methode sammelt Ansätze und Ideen. Sie stellt das Ausgangsthema in einen neuen Kontext dar. Wenn Sie Ihren Zettel zurück erhalten, dann bewerten Sie nicht, sondern fragen Sie sich, was die Begriffe mit Ihrem Thema zu tun haben!

Donnerstag, 4. Dezember 2008 15:35 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Kreativität | Autor:

Kreativitätstechnik Zerlegung/Neuformulierung

Viele Aufgaben und Probleme sind leichter lösbar, wenn sie sie in viele, kleinere,
dann leichter zu lösende Aufgaben zerlegt sind. Die Neuformulierung der Aufgabenstellung füht oft gleichzeitig auch zu neuen Antworten.

Beispiel:
Wir verdoppeln unseren Gewinn!

Zerlegt:
Wir beschleunigen den Warenabsatz
Wir sprechen aktive Kunden häufiger an, fragen nach
Wir reaktivieren inaktive Kunden
Wir verringern unseren Lagerbestand
Wir suchen Partner
Wir sourcen aus
Wir sparen ein

Zu jedem einzelnen Ansatzpunkt können Lösungen gefunden werden, die greifbare Ergebnisse bringen. Alles ist schwer, bis Sie angefangen haben!

Donnerstag, 4. Dezember 2008 15:29 | Kommentare (0) | Thema: Aus den Trainings, Kreativität | Autor: